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Südhessisches Flurnamenbuch
Peterling
- Deutung
- Peterling ‚Petersilie‘ (Petroselinum crispum) ist eine Nebenform zu ahd. petersil, mhd. pêtersil, petersilie st. M., einer Entlehnung aus mittellat. petrosilium. In den Mundarten ist das Wort an den PN bzw. HeiligenN Peter angelehnt worden, sodass seit dem frühen Mittelalter zahlreiche Varianten auftreten wie ahd. mhd. pêterlîn st. N., fnhd. peterling, bad., südhess. Peterle. Der FlN würde dann an den Anbau von Petersilie erinnern. Peterling kann aber auch aus einem Kompositum *Peter-land (vgl. Neuling) entstanden sein und daher unmittelbar zum PN gehören.
- Literatur
- Starck/Wells 458 f., Lexer 2, 219, Baufeld 31; Kluge/Seebold 623; SHessWb 1, 733, PfälzWb 1, 743 f., BadWb 1, 168, SchwäbWb 1, 952; Marzell 3, 629 f. 〈für die Seitenangaben sind die im Quellen- und Literaturverzeichnis (PDF) aufgeführten Ausgaben maßgeblich〉
- Vernetzung
- MHFB: → Peterling; PfälzWb: → peterling; Wörterbuchnetz: → Peterling

