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Südhessisches Flurnamenbuch

Mist

Deutung
Zu ahd. mhd. mist st. M. N. ‚Mist, Schmutz, Kot; Misthaufen‘ bzw. dem Adj. mistec ‚kotig‘. Der Name ist meist auf Mistplätze und Düngestätten bezogen. Als Mistwege wurden Feldwege bezeichnet, die von den Anliegern gemeinschaftlich zum Mistfahren benutzt wurden. Bei den jüngeren Belegen aus Lindenfels handelt es sich vielleicht um Umdeutungen aus Mastberg1.
Literatur
Schützeichel 214, Lexer 1, 2176 f.; Kluge/Seebold 562; DWB 6, 2263 s. u. Mist, 6, 2272 s. u. Mistlache; SHessWb 4, 682 f., PfälzWb 4, 1344 f.; Bach 2, § 195; Dittmaier (1963), S. 205. ⟨für die Seitenangaben sind die im Quellen- und Literaturverzeichnis (PDF) aufgeführten Ausgaben maßgeblich⟩
Vernetzung
DWB: → mist · mistlache; Lexer: → mist; PfälzWb: → mist; Wörterbuchnetz: → Mist
Referenz
Vgl. Mast · Missen · Musen.

1 Kunz (1979), S. 198.