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Missionsschwestern vom Heiligsten Herzen Jesu in Wiesbaden

Gemarkung Wiesbaden, Gemeinde Wiesbaden, Stadt Wiesbaden
Basisdaten | Geschichte | Besitz | Ausstattung | Nachweise | Zitierweise | Indizes
Basisdaten

Abstract:

Katholische Frauen aus der Bürgerschaft Wiesbadens gründen 1906 ein Fürsorgeheim für ledige Mütter und ihre Kinder in Wiesbaden. In der Einrichtung arbeiten bis 1937 Schwestern des Augustinerinnenordens aus Köln, dann Missionsschwestern vom Heiligsten Herzen Jesu aus Hiltrup. Geleitet wird das Johannesstift durch den Katholischen Frauenbund in Wiesbaden.

Orden:

Missionsschwestern vom Heiligsten Herzen Jesu (Hiltruper Schwestern)

Heutige Diözesanzugehörigkeit:

Bistum Limburg

Typ:

Schwesternhaus

Territorium:

Benennung der Institution in den Quellen:

Hiltruper Schwestern

Lage:

Johannesstift, Platter Str. 72-78, 65193 Wiesbaden

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3444962, 5550521
WGS84: 50.08837771° N, 8.2298852° O OpenLayers

Geschichte

Geschichte:

Das Johannesstift wird 1907 von Mathilde Grossmann, Julie Matuschka-Greifenklau und Anna Schipper, alle drei Gründungsmütter des Katholischen Frauenbundes (Fürsorgeverein) in Wiesbaden gegründet. Die drei Frauen setzen sich das Ziel, jungen, alleinstehenden Müttern und ihren Kindern eine Zuflucht zu geben. Der Fürsorgeverein wird am 30. April 1907 in das Vereinsregister der Landeshauptstadt Wies­baden eingetragen. Betreut werden die Waisenkinder und junge Frauen durch Augustinerinnen von Köln. Das Haus wird mehrfach erweitert, ein Säuglingsheim und eine Kinderkrankenpflegeschule mit Wohnheim gebaut.

1937 übergeben die Augustinerinnen die Einrichtung an die Missionsschwestern aus Hiltrup. Mit Kriegsausbruch wird das Haus in ein Hilfskrankenhaus umgewandelt, die Säuglingsstation geschlossen. Trotz massiver Eingriffe der nationalsozialistischen Behörden bleibt das Johannesstift bestehen und setzt nach dem Krieg seine Arbeit fort.

Zu den Gebäuden gehören 1956 ein Fürsorgeheim für Mädchen (90 Betten), ein Heim für Säuglings- und Kinderpflege (160 Betten), eine Säuglingspflegeschule mit 30 Betten und eine Entbindungsstation mit 8 Betten. 26 Herz-Jesu-Schwestern arbeiten in den Einrichtungen. Eigentümer des Stifts ist der Katholische Fürsorgeverein e.V.

Seit 1967 werden Reformen im Johannesstift umgesetzt. 1969 arbeiten nach Bistum Limburg, Schematismus 1969 28 Schwestern im Johannesstift. Die Schwestern verlassen 1977 die Einrichtung. Heute ist das Stift ein Jugendhilfezentrum des Sozialdienstes katholischer Frauen e.V Wiesbaden.

Gründungsjahr:

1907

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Missionsschwestern vom Heiligsten Herzen Jesu in Wiesbaden, Gemeinde Wiesbaden“, in: Klöster <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/kl/id/14506> (Stand: 6.10.2020)
Indizes

Sachbegriffe:

  • Mädchenheim GND 4700199-9
  • Missionsschwestern vom Heiligsten Herzen Jesu#2055422-9
  • Waisenhaus#4139280-2
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde