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Grabdenkmäler

Übersichtskarte Hessen

Wendelin von Vilbel 1540, Bleidenstadt

Bleidenstadt · Gem. Taunusstein · Rheingau-Taunus-Kreis | Historisches Ortslexikon
Standort | Merkmale | Beschreibung | Inschrift | Nachweise | Zitierweise
Standort

Standort:

Bleidenstadt

Gebäude:

Bleidenstadt, ehem. Stiftskirche

Angaben zum Standort:

Die Grabstätte lag mitten im Chor.

Merkmale

Datierung:

1540

Typ:

Grabinschrift

Erhaltung:

verloren

Beschreibung

Beschreibung:

1615 erstmals überliefert, vier Wappen.

Geschlecht, Alter, Familienstand:

männliche Person(en)

Stand:

geistliche Personen

Enthaltene Wappen:

Vilbel, Wais von Fauerbach; Dorfelden, Kolling von Treysa.

Dargestellte Personen:

Stiftsdekan und Kanonikers Wendelin von Vilbel.

Die Familie von Vilbel war eines der ältesten Wetterauer Rittergeschlechter.1) Der Verstorbene war eines von acht Kindern des 1490 verstorbenen Friedberger Burgmannes Walter von Vilbel und der Gisela, Tochter Philipps von Dorfeiden und einer Kolling von Treysa.2)

Mit der 1538 durch Papst Paul III. vollzogenen Aufhebung der Bleidenstädter Stiftspropstei kam ein Wechsel in der Führungsspitze zustande: Bis zur Auflösung des Stiftes im Jahre 1802 wurde Bleidenstadt nun von einem Dechanten (Dekan) geführt, der in seinem Amt jeweils vom Mainzer Domkapitel bestätigt wurde.3)

1) Vgl. dazu: Geschichte der Burg und ihrer Ritter. In: Willi Giegerich, Bad Vilbel. Landschaft, Geschichte, Kunstdenkmäler u. Kultur. Frankfurt a.M. 1969, 155-166.

2) Vgl. ebd. Stammtafel 164 f. und Möller, Stammtafeln NF II118, auch zum folgenden. Wendelin wird nach ebd. 1495 als accolitus prebendatus bezeichnet.

3) Silbereisen, Chronic I 50.

Inschrift

Umschrift:

Wendalinus de Vilbel vltimus genealogiae suae decanus et canonicus huius ecclesiae humanissimus dum viueret nobilis et hospitalitatis amator obiit quinta lanuarii anno m ccccc xxxx cuius anima requiescat in pace.

Übersetzung:

Wendelin von Vilbel, der letzte seines Geschlechtes, Dekan und Kanoniker dieser Kirche, mildester und edler Freund der Nächstenliebe, solange er lebte. Er starb am fünften Januar des Jahres 1540. Seine Seele ruhe in Frieden.

Kommentar:

Nach Helwich.

Nachweise

Literatur:

  • Helwich, Syntagma 431
  • Roth, Bleidenstadt 391.

Sachbegriffe:

Wappen · Männer · Geistliche · Kanoniker

Wappen:

Vilbel · Wais von Fauerbach · Fauerbach, Wais von · Dorfelden · Kolling von Treysa · Treysa, Kolling von

Bearbeitung:

Die Inschriften des Rheingau-Taunus-Kreises. Gesammelt und bearbeitet von Yvonne Monsees (Die Deutschen Inschriften 43), 1997, S. 349, Nr. 415.

Zitierweise
„Wendelin von Vilbel 1540, Bleidenstadt“, in: Grabdenkmäler <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/gdm/id/1992> (Stand: 24.3.2006)
 
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