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Südhessisches Flurnamenbuch

Wachen

Deutung
Die Deutung ist unsicher. Die Dchc-Schreibungen können für die Aussprache des intervokalischen /g/ als Reibelaut stehen und die Namen somit zu Wagen (s. d.) zu stellen sein. Dazu passt, dass die Belege im Zuge der Altstraßen von Lindenfels nach Süden liegen1. Auffällig ist aber, dass diese Formen ausschließlich mit dem GT -berg verbunden sind. Deshalb ist wahrscheinlicher, dass die Belege ursprünglich zum schwachen Verb wachen, ahd. wah(h)ên, wah(c)han, mhd. wachen gehören. Sie bezeichnen dann Berge, auf denen Wache gehalten wurde. In Birkenau bezieht sich der Name auf den Wachenberg bei Weinheim, auf dem die Wachenburg steht.
Literatur
Schützeichel 307, Lexer 3, 624 f.; Kluge/Seebold 869; DWB 13, 36 f.; PfälzWb 6, 973. ⟨für die Seitenangaben sind die im Quellen- und Literaturverzeichnis (PDF) aufgeführten Ausgaben maßgeblich⟩
Vernetzung
DWB: → wachen; Lexer: → wachen; PfälzWb: → wachen; Wörterbuchnetz: → Wachen
Referenz
Vgl. Wacht · Wagen.

1 Weber (1976), S. 123 f.