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Südhessisches Flurnamenbuch
Steckel
- Deutung
- Soweit der FamN Stöckel, Steckel als Benennungsmotiv außer Betracht bleibt, geht der BT auf ahd. steckal, mhd. stechel, stichel, stickel ‚steil, spitz‘ zurück und bezeichnet damit steile Lagen. Neben dem Adjektiv stickel, das im Beleg 1294 Mörlenbach deutlich erkennbar ist, kann auch das daraus gebildete Substantiv mhd. stichel st. F. ‚Anhöhe‘ namengebend sein. Allerdings konkurriert diese Form mit der dialektal gebräuchlichen Form Stickel st. M. ‚kurzer Holzpfahl‘, die auch das Flexions-s erklärt. Bei Simplex-Namen scheint -s aber ein Kollektiv anzuzeigen.
- Literatur
- Gottschald 472 u. 476; Schützeichel 270, Starck/Wells 590, Lexer 2, 1154; Kluge/Seebold 791 s. u. steil; DWB 10, 2, 2, 2733 f.; SHessWb 5, 1412. 〈für die Seitenangaben sind die im Quellen- und Literaturverzeichnis (PDF) aufgeführten Ausgaben maßgeblich〉
- Vernetzung
- DWB: → steckel; Wörterbuchnetz: → Steckel
- Referenz
- Vgl. Steckel · Stede · Stiegel.

