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Südhessisches Flurnamenbuch
Fang
- → Al · Dieb · Ente · Eule · Hain · Hase · Laubert · Lerche · Lorscher · Metz · Ruppe · Russbaum · Sau · Taube · Wasser · Weihe · West · Wind · Winter1
- Deutung
- Zu mhd. vanc st. M. ‚Fang, das Auf-, Umfangende‘, ahd. in wintfang. Das Substantiv ist eine Ableitung vom starken Verb fangen. Namengebend waren zumeist Orte, an denen das Wild gefangen werden sollte. Häufig ist die aus dem Plural hervorgegangene Form Fängen; Fengel in Gräfenhausen ist wohl Diminutiv1. Für das Kompositum Fanggraben ist darüber hinaus rhein. und pfälz. auch die Bedeutung ‚Bewässerungsgraben auf Wiesen und Weiden‘ bezeugt, die auch für die Belege im Ried zutrifft: Der GewN Fanggraben, links zur Modau, rechts zum Altrhein.
- Literatur
- Müller (1937), S. 189; Starck/Wells 735, Lexer 3, 17; Pfeifer 1, 323; DWB Neub. 9, 128 f.; SHessWb 2, 347 f., PfälzWb 2, 1038, RheinWb 2, 290; DRWb 3, 418 f.; Dittmaier (1963), S. 69 s. u. Fänger. 〈für die Seitenangaben sind die im Quellen- und Literaturverzeichnis (PDF) aufgeführten Ausgaben maßgeblich〉
- Vernetzung
- MHFB: → Fang; DWB: → fang; PfälzWb: → fang; RheinWb: → fang; Wörterbuchnetz: → Fang
- Referenz
- Vgl. Fengel.
-
1 Egelhof (1967), S. 26.

