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Südhessisches Flurnamenbuch
Steinig, Steinicht
- Deutung
- Das Lemma fasst drei Ableitungen zu Stein zusammen, die meistens noch in der heutigen Form auseinanderzuhalten sind: die Adjektiv-Varianten 1. steinig, ahd. steinac, mhd. steinec, steinic, und 2. steinicht, ahd. steinahti, mhd. steineht ‚steinig‘ einerseits und 3. das Kollektivum Steinich ‚Gestein, wo viele Steine sind‘ andererseits; zu ahd. steinahi ‚steiniges Land‘, mhd. steinach, steinech, steinicht st. N. ‚Gestein, Steinicht‘. In einigen Fällen (z. B. Mackenheim) zeigen sich Übergangsformen, auch die Kollektiva weisen weitere Varianten auf (-iger, -ing). In Schaafheim erfolgt eine Verbindung mit Steinreich N., steinreich Adj. ‚reich an Steinen‘ (zu mhd. steinrîche). In Einzelfällen liegt eher ein FamN Steinig(t), Steining vor (Hesselbach, Kirschhausen, Wahlen, Wald-Erlenbach) oder ein Nachbarort wie Ober-Abtsteinach in Trösel.
- Literatur
- Schützeichel 270, Lexer 2, 1163 f. u. 2, 1168; DWB 10, 2, 2, 2098 f. u. 2141 f.; SHessWb 5, 1373, PfälzWb 6, 513; Dittmaier (1963), S. 302. 〈für die Seitenangaben sind die im Quellen- und Literaturverzeichnis (PDF) aufgeführten Ausgaben maßgeblich〉
- Vernetzung
- DWB: → steinig; PfälzWb: → steinig; Wörterbuchnetz: → Steinig, Steinicht
- Referenz
- Vgl. Stein · Steine(r)n.

