Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Südhessisches Flurnamenbuch

Soder

Deutung
Die Soder-Namen beziehen sich auf sumpfige Stellen und gehören sprachlich wohl mit -r-Erweiterung zu mhd. sute, sutte st. sw. F. ‚Lache, Pfütze‘. Die in Hessen vorwiegend belegte Länge des Stammvokals ist dann wohl durch die Vermengung mit Soden (s. d.) mitbedingt. Zoderich (Zotzenbach) zeigt im Anlaut anscheinend /s/-/ds/-Varianz und hat als Suffix -rich ‚Ort, wo etwas vorkommt‘1.
Literatur
Lexer 2, 1328 f.; DWB 10, 1, 1362 f.; HessNassWb 3, 612; HessFlNAtl K. 115; Dittmaier (1963), S. 310, Ramge (1979), S. 267, Zernecke (1991), S. 491 f. u. 522, Vielsmeier (1995), S. 452 f. ⟨für die Seitenangaben sind die im Quellen- und Literaturverzeichnis (PDF) aufgeführten Ausgaben maßgeblich⟩
Vernetzung
MHFB: → Setterich; HNWB: → Soder; Wörterbuchnetz: → Soder

1 Ramge (1979), S. 267.