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Südhessisches Flurnamenbuch

Schnecke

Deutung
Die Benennung erfolgte, soweit erkennbar, durchweg nach dem Vorkommen von Schnecken, ahd. sneggo, sleggo, mhd. snecke, snegge sw. M. - Die Bezeichnung Schneckenbirnbaum (Reinheim) kommt auch in Rheinhessen vor, sodass wohl an eine (sonst unbekannte) Birnensorte zu denken ist1. Der Beleg in Schaafheim dürfte als FormN zu verstehen sein. Das drr des Belegs Lampertheim 1288 ist unklar, es markiert vielleicht eine Pluralform.
Literatur
Starck/Wells 564, Lexer 2, 1027; Kluge/Seebold 735; DWB 9, 1213 f.; SHessWb 5, 598 f., PfälzWb 5, 1270 f.; Ramge (1979), S. 260 f. ⟨für die Seitenangaben sind die im Quellen- und Literaturverzeichnis (PDF) aufgeführten Ausgaben maßgeblich⟩
Vernetzung
MHFB: → Schnegel; DWB: → schnecke; PfälzWb: → schnecke; Wörterbuchnetz: → Schnecke

1 SHessWb 5, 601, Zernecke (1991), S. 467.