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Südhessisches Flurnamenbuch
Scheel
- Deutung
- Die Namen sind unterschiedlicher Herkunft. Während in Pfungstadt (wegen des Flexions-s) und in Sprendlingen ein BesitzerN Scheel, Schehl vorliegt, ist bei anderen Vorkommen an das Adjektiv scheel, ahd. skelah, skêlc, mhd. schel, schelwe bzw. schelch ‚scheel, schielend, quer, schief, krumm‘ anzuknüpfen, das sich in FlN auf entsprechende Objekte bezieht, in Groß-Umstadt als Name für eine einseitig bebaute Gasse. Das für die Deutung ebenfalls in Frage kommende Nomen mhd. schele, schel sw. M. ‚Zuchthengst‘ scheint nicht namengebend zu sein, auch nicht in Neckarsteinach, wo die Betonung in der mündlichen Form die Verbindung Adjektiv t Substantiv wahrscheinlich macht.
- Literatur
- Gottschald 427 f.; Starck/Wells 536, Lexer 2, 690 f.; DWB 8, 2484 f.; SHessWb 5, 217 f., PfälzWb 5, 903 f.; Dittmaier (1963), S. 261, Zernecke (1991), S. 451, Vielsmeier (1995), S. 424 f. 〈für die Seitenangaben sind die im Quellen- und Literaturverzeichnis (PDF) aufgeführten Ausgaben maßgeblich〉
- Vernetzung
- MHFB: → Scheel; DWB: → scheel; PfälzWb: → scheel; Wörterbuchnetz: → Scheel
- Referenz
- Vgl. Schell.

