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Südhessisches Flurnamenbuch

Sang

Hund · Vogel
Deutung
Als Wort handelt es sich bei Sang, Seng u. ä. um eine Substantivbildung zum Verb sengen, ahd. bisengen, mhd. sengen sw. V. ‚knistern machen, sengen, brennen‘. Die FlN beziehen sich deshalb auf durch Brandrodung gewonnenes bzw. erhaltenes Kulturland. Das Wort ist auch im Hessischen nur in FlN erhalten, sodass die Namen vereinzelt an Sänger, häufig an Zange angepasst wurden, wie eine Reihe mündlicher Belege zeigt.
Literatur
Lexer 2, 884; Kluge/Seebold 758; DWB 8, 1789 u. 10, 1, 585 f.; SHessWb 5, 66 s. u. Sange II, PfälzWb 5, 752; Bach 2, § 370; Dittmaier (1963), S. 255, Vielsmeier (1995), S. 449. ⟨für die Seitenangaben sind die im Quellen- und Literaturverzeichnis (PDF) aufgeführten Ausgaben maßgeblich⟩
Vernetzung
MHFB: → Säng · Sang; DWB: → sang; Lexer: → sang; Wörterbuchnetz: → Sang
Referenz
Vgl. Zange.