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Südhessisches Flurnamenbuch

Korn

Heide · Sommer1 · Valentin · Wiese
Deutung
Zu ahd. korn ‚Korn, Samen‘, mhd. korn st. N. ‚Fruchtkorn, Getreidekorn, Kern der Beere‘. In Südhessen gelten heute allgemein ‚Getreide‘ und speziell ‚Roggen‘. Der Name der Rheinaue Kornsand (Geinsheim, Trebur) ist von daher aber nicht schlüssig zu deuten; vielleicht zu mhd. hor ‚Schmutz‘1. Bei Belegen mit Flexions-s kann auch der FamN Korn namengebendes Motiv sein.
Literatur
Gottschald 300; Schützeichel 183, Lexer 1, 1680 f., Baufeld 149; DWB 5, 1813 f.; SHessWb 3, 1682 f. s. u. Korn u. 3, 1685 s. u. Kornacker, PfälzWb 4, 482 f. ⟨für die Seitenangaben sind die im Quellen- und Literaturverzeichnis (PDF) aufgeführten Ausgaben maßgeblich⟩
Vernetzung
MHFB: → Korn; DWB: → korn; Lexer: → korn; PfälzWb: → korn · kornacker; Wörterbuchnetz: → Korn
Referenz
Vgl. Kern.

1 Zernecke (1991), S. 292 s. u. Kornsand.