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Südhessisches Flurnamenbuch

Heiß

Ober
Deutung
Meist zu ahd. heiz, mhd. heiʒ ‚heiß, brennend, hitzig‘. Die Namen verweisen in der Regel auf bestimmte (etwa sandige oder torfige) Böden, die sich schnell erwärmen. Heißfeld ist der Name eines gemeinschaftlichen Waldes bei Berkach, Büttelborn und Dornheim. Die Belege aus Bensheim mit dem flektierten GT -felden und der Präposition zu legen einen WüstungsN nahe. Für eine Siedelstelle gibt es aber keine weiteren Hinweise1. Der FlN in Worfelden ist zersprochen und scheint auf eine Nebenform von ahd. hagan, mhd. hagen st. M. ‚Dornbusch; gehegter Ort‘ oder auf einen PN zurückzuführen.
Literatur
Müller (1937), S. 308, Gottschald 243 s. u. Heide; Karg-Gasterstädt/Frings 4, 863 f., Lexer 1, 1225; Kluge/Seebold 366; DWB 4, 2, 903; SHessWb 3, 246. ⟨für die Seitenangaben sind die im Quellen- und Literaturverzeichnis (PDF) aufgeführten Ausgaben maßgeblich⟩
Vernetzung
MHFB: → Heiß; DWB: → heisz; Wörterbuchnetz: → Heiß
Referenz
Vgl. Hain.

1 Köster/Weyrauch (1995), S. 115 f.