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Südhessisches Flurnamenbuch

Feien

Deutung
Wenn nicht zu einem FamN Fei, Fay, dann zu mhd. feie sw. st. F. ‚Fee, weibliches Elementarwesen‘, einer Entlehnung des 12. Jh.s aus altfrz. fae. Das Wort wurde im 18. Jh. durch die Variante Fee (aus frz. fée) verdrängt und hat sich nur im Adjektiv gefeit gehalten. Nicht auszuschließen ist jedoch eine Verbindung zu nhd. Veilchen, aus der mhd. Nebenform vîel zu mhd. viol st. M. ‚Veilchen‘ wie in der südhess. Pflanzenbezeichnung Feienwurz. Allerdings ist diese Bezeichnung selbst auch von nhd. Fee beeinflusst.
Literatur
Gottschald 180; Lexer 3, 45 f.; Kluge/Seebold 255; DWB Neub. 9, 258 f.; SHessWb 2, 404. ⟨für die Seitenangaben sind die im Quellen- und Literaturverzeichnis (PDF) aufgeführten Ausgaben maßgeblich⟩
Vernetzung
DWB: → feien; Wörterbuchnetz: → Feien