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Südhessisches Flurnamenbuch
Docken
- Deutung
- Docken bezieht sich hier wohl nicht auf die Holzsäule an der Keltermaschine. Vielleicht ist an die im südlichen Schwaben und möglicherweise in rheinhess. FlN bezeugte Bedeutung ‚Abzugsröhre‘ zu denken, denn das Wort erscheint auch in mittelniederländ. dock ‚Wasserrinne‘ und ist daher ursprünglich für den gesamten deutschen Sprachraum vorauszusetzen. Es handelt sich dabei wohl um eine Entlehnung von lat. *ductia ‚Wasserleitung‘. Möglich ist auch die Verbindung mit einem im älteren Hessischen und Thüringischen schwach bezeugten Wort docke ‚Sau‘, dessen Herkunft fraglich ist. Da historische Belege fehlen, ist die Deutung unsicher.
- Literatur
- Kluge/Seebold 187; DWB 2, 1207 f., DWB Neub. 6, 1194 f. s. u. Docke; SHessWb 1, 1551 s. u. Docken, Vilmar 1, 74, Crecelius 1, 278, SchwäbWb 2, 240; Ramge (1979), S. 98 s. u. Dockenstein; Walldorf (1936), S. 22. 〈für die Seitenangaben sind die im Quellen- und Literaturverzeichnis (PDF) aufgeführten Ausgaben maßgeblich〉
- Vernetzung
- DWB: → docke; Wörterbuchnetz: → Docken
- Referenz
- Vgl. Aduch.

