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Südhessisches Flurnamenbuch
Seife
- → Fern · Nagelbach
- Deutung
- Die Namen gehören als Substantivbildung von mhd. sîfen st. V. ‚tröpfeln, triefen‘ zu mhd. sîfe sw. M. ‚Bächlein, von einem Bächlein durchzogene Bergschlucht‘; in FlN im Flachland auch im Sinne von ‚feuchte Stelle‘. In Südhessen weisen die Namen durchweg fem. Genus auf; in Nlieb liegt Diminutiv vor. Die auch im Pfälzischen vorkommenden Seifds-Namen gehen wohl auf mhd. *sîfezen zurück, vgl. lothringisch-elsässisch sifzen ‚durchsickern, tröpfeln, feucht sein‘, das als Intensivbildung mit dem Suffix -ezzen, -izzen ebenfalls zu mhd. sîfen st. V. gehört. Amtlich wurde der FlN an seufzen angeschlossen.
- Literatur
- Lexer 2, 912; DWB 10, 1, 190; SHessWb 5, 966 s. u. Seife II, PfälzWb 6, 33 u. 34 f.; Bach 2, § 297 u. § 621, HessFlNAtl K. 120; Vielsmeier (1995), S. 445 f. 〈für die Seitenangaben sind die im Quellen- und Literaturverzeichnis (PDF) aufgeführten Ausgaben maßgeblich〉
- Vernetzung
- MHFB: → Seife; DWB: → seife; Lexer: → seife; Wörterbuchnetz: → Seife

