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Südhessisches Flurnamenbuch

Schreben

Deutung
Der Name lässt sich zurückführen auf mhd. schreffe sw. M. ‚Spalte‘, das südhess. in der Bedeutung ‚Stelle im Acker, wo der Pflug aus der Furche sprang und über die Erde rutschte‘ erhalten ist. Dem zu Grunde liegenden starken Verb mhd. schreffen, schreven ‚reißen, ritzen, kratzen‘ entspricht südhess. schreffen ‚oberflächlich pflügen‘, das mit dialektal schräppen in dieser Hinsicht synonym ist. Durch den Einfluss von schräppen ist wohl die Verschlusslautbildung im substantivischen FlN zu erklären. Der Name bezieht sich dann auf Risse im Boden.
Literatur
Lexer 2, 790; SHessWb 5, 750 u. 754 f. u. K. V, 86. ⟨für die Seitenangaben sind die im Quellen- und Literaturverzeichnis (PDF) aufgeführten Ausgaben maßgeblich⟩
Vernetzung
Wörterbuchnetz: → Schreben