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Südhessisches Flurnamenbuch
Schiff
- Deutung
- Die Namen scheinen meist zu ahd. scief, mhd. schief ‚schief, ungerade‘ zu gehören: Ein Adjektiv, das aus dem Niederdt. ins Mittel- und Oberdt. gekommen ist, dort auch in der Form scheif (vgl. den Beleg aus Unter-Sensbach). Offenbar wurde der Stammvokal in den meisten Fällen nach der Monophthongierung /ie/ / /iː/ zu /i/ gekürzt. Damit fiel der BT lautlich mit nhd. Schiff zusammen und konnte entsprechend umgedeutet werden. Nur in Neckarsteinach jedoch, wo die Schiffhalde am Neckarufer liegt, kann auch real ein Anlegeplatz namengebend gewesen sein.
- Literatur
- Starck/Wells 540, Lexer 2, 725; Kluge/Seebold 720; DWB 8, 2681 f.; SHessWb 5, 277, PfälzWb 5, 957; Dittmaier (1963), S. 265, Vielsmeier (1995), S. 428. 〈für die Seitenangaben sind die im Quellen- und Literaturverzeichnis (PDF) aufgeführten Ausgaben maßgeblich〉
- Vernetzung
- MHFB: → Schiff; DWB: → schiff; Lexer: → schiff; PfälzWb: → schiff; Wörterbuchnetz: → Schiff
- Referenz
- Vgl. Schepp.

