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Südhessisches Flurnamenbuch

Pferch

Bayer · Kuh · Sau · Schaf · Schütt · Schutt · Stubrich
Deutung
Zu ahd. pfarrih, pferrih ‚Gehege, Hürde‘, mhd. pherrich st. M. ‚Einfriedung‘, einer Entlehnung aus mittellat. parricus ‚eingeschlossener Raum, Gehege‘. Die amtlichen Namenbelege zeigen entgegen den in der Mundart gültigen Varianten Perch, Persch, Pirch gemäß der Standardsprache fast ausschließlich Formen mit verschobenem /pf/. Wegen der vereinzelten Vermengung mit pirschen ist die Zugehörigkeit der Belege aus Gundernhausen unsicher. Meist waren die Pferche Wiesenbereiche, auf denen Kleinvieh, insbesondere Schafe, in einer Umzäunung gehalten wurde.
Literatur
Starck/Wells 460, Lexer 2, 241; Kluge/Seebold 625; DWB 7, 1673; SHessWb 1, 792; Bach 2, § 375, HessFlNAtl K. 39; Dittmaier (1963), S. 227, Ramge (1979), S. 230, Zernecke (1991), S. 397, Vielsmeier (1995), S. 374. ⟨für die Seitenangaben sind die im Quellen- und Literaturverzeichnis (PDF) aufgeführten Ausgaben maßgeblich⟩
Vernetzung
MHFB: → Pferch; DWB: → pferch; Wörterbuchnetz: → Pferch
Referenz
Vgl. Pirsch.