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Südhessisches Flurnamenbuch
Oberst
- Deutung
- Es ist nicht sicher, dass alle Vorkommen zu ahd. oborôsto, mhd. oberest, obrist ‚der oberste, höchste‘, der Superlativform zu ahd. oboro, mhd. ober ‚der obere, höher‘ gehören. Mit oberst bzw. seinen mundartlichen Varianten wird stets die jeweils höchste Erhebung bezeichnet oder, wie in Offenbach am Main, die oberste Lache im Gegensatz zu den tiefer gelegenen im Unterfeld der Gemarkung1. In Fahrenbach wird jedoch ein ortsnahes Flurstück an der Weschnitz gekennzeichnet. Als hyperkorrekte Schreibung ist dann aa für mhd. /o/ in Hammelbach bezeugt.
- Literatur
- Schützeichel 228, Lexer 2, 132 f., Baufeld 181; Kluge/Seebold 595; DWB 7, 1073 f.; SHessWb 4, 1040, Crecelius 637; Ramge (1979), S. 222 s. u. ober. 〈für die Seitenangaben sind die im Quellen- und Literaturverzeichnis (PDF) aufgeführten Ausgaben maßgeblich〉
- Vernetzung
- MHFB: → Oberst; DWB: → oberst; Lexer: → oberst; Wörterbuchnetz: → Oberst
- Referenz
- Vgl. Ober · Obers · Opperts.
-
1 Jost (1942), S. 76.

