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Südhessisches Flurnamenbuch
Malchen
- Deutung
- Zum BergN Malchen bzw. der älteren Namenform Malschen. Der amtliche Name für die höchste Erhebung der Bergstraße lautet heute Melibokus, zuerst 1605 Melibocus (vielleicht in der Bedeutung ‚Honigbuchwald‘)1, eine humanistische Rezeption des griech. Geographen Ptolemaios. Der Name wurde fälschlich dem Malchen zugeordnet, hat sich aber im öffentlichen Sprachgebrauch durchgesetzt. Für die Deutung dieses Namens kommt altsächs. malsk ‚stolz, übermütig‘ in Betracht, denn wegen der tch, schc-Schreibung ist es schwierig, den Namen mit Mal in Verbindung zu bringen.
- Literatur
- Müller (1937), S. 455 f.; Berger (1993), S. 183; SHessWb 4, 508 u. 622; Bach 2, § 524; Kunz (1974), S. 463 f. 〈für die Seitenangaben sind die im Quellen- und Literaturverzeichnis (PDF) aufgeführten Ausgaben maßgeblich〉
- Referenz
- Vgl. Mahl.
-
1 Bach 2, § 457.

