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Südhessisches Flurnamenbuch

Bär

Deutung
In den meisten Fällen zu ahd. bero, mhd. ber sw. M. ‚Bär‘. Die Namen erinnern dann an das Vorkommen von Bären. Die Scheidung zwischen mhd. bër sw. M. und bêr ‚Eber‘ st. M. ist unsicher. Sicher zu ‚Bär‘ gehören die Bern-Belege mit schwacher Flexion. Bernhard in Hering und Rüsselsheim geht wohl auf *bern-hart ‚Bärenwald‘ zurück; der PN Bernhard ist aber als namengebendes Motiv nicht auszuschließen. Die Belege aus Heppenheim sind des ältesten Belegs wegen hier aufgeführt, die übrigen zeigen Umdeutung zu Börnel ‚kleiner Born‘.
Literatur
Karg-Gasterstädt/Frings 1, 916 f., Lexer 1, 182 f., FWB 2, 1959 f.; Kluge/Seebold 79 f.; DWB 1, 1122 f.; SHessWb 1, 578 f., PfälzWb 1, 571 f.; Ramge (1979), S. 70 f. s. u. Bärenloch. ⟨für die Seitenangaben sind die im Quellen- und Literaturverzeichnis (PDF) aufgeführten Ausgaben maßgeblich⟩
Vernetzung
DWB: → baer; PfälzWb: → baer; Wörterbuchnetz: → Bär
Referenz
Vgl. Beer · Berlache · Bernhard · Born · Wern.