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Südhessisches Flurnamenbuch

Kette

Deutung
Teils zu ahd. ketina, mhd. keten(e) sw. st. F. ‚Kette, Metallband aus Einzelgliedern‘, einer Entlehnung aus lat. cat³na. So etwa in Neckarsteinach, wo ein Ziehbrunnen mit einer Kette namengebend war. Dazu kommt Kette vielleicht auch als FormN in Arheilgen und Babenhausen in Betracht, namengebend kann auch ein mit einer Kette abgesperrtes Flurstück sein. Die FlN in Babenhausen und Rehbach/Zell(Odenwald) weisen Varianten mit tere im BT auf. Diese verweisen eher auf mhd. gater, geter M. N. ‚Gatter, Gitter als Tor oder Zaun‘ und damit auf eine Einzäunung des Hains als namengebendes Motiv. Die übrigen Belege können auch auf PN zurückgehen, so in Braunshardt, Bürstadt, Messel.
Literatur
Gottschald 286; Schützeichel 180 s. u. kettina, 187 s. u. kutti, Lexer 1, 743 s. u. gater, 1, 1562 s. u. keten, 1, 1804 s. u. kütte; Kluge/Seebold 439; DWB 5, 630 f. s. u. Kette, 5, 2895 f. s. u. Kütte; SHessWb 3, 1271 f. u. 4, 67 s. u. Kütte, PfälzWb 4, 186 f.; Dittmaier (1963), S. 140, Ramge (1979), S. 174. ⟨für die Seitenangaben sind die im Quellen- und Literaturverzeichnis (PDF) aufgeführten Ausgaben maßgeblich⟩
Vernetzung
DWB: → kette · kuette; Lexer: → gater · keten · kuette; PfälzWb: → kuette; Wörterbuchnetz: → Kette