Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Südhessisches Flurnamenbuch

Hutzel

Deutung
Zu mhd. hützel, hutzel st. F. ‚getrocknete Birne, Hutzel‘. Die Namen erinnern an Stellen, wo die zum Trocknen geeigneten Birnen wuchsen (Hutzelbirnbaum), und an den Fernweg, der von der Bergstraße bei Auerbach über Reinheim zum Main führt, auf der das Dörrobst (ein im Odenwald einst bedeutsames Wirtschaftsgut) transportiert wurde (Hutzelstraße). Dialektale Senkung weist der historische Beleg aus Biblis auf, falls er hierher gehört.
Literatur
Gottschald 268; Lexer 1, 1410, Baufeld 133; Kluge/Seebold 390; DWB 4, 2, 2000; SHessWb 3, 873, PfälzWb 3, 1282; Zernecke (1991), S. 249 s. u. Hotzel; Kunz (1981), S. 417. ⟨für die Seitenangaben sind die im Quellen- und Literaturverzeichnis (PDF) aufgeführten Ausgaben maßgeblich⟩
Vernetzung
DWB: → hutzel; Lexer: → hutzel; PfälzWb: → hutzel; Wörterbuchnetz: → Hutzel