Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Südhessisches Flurnamenbuch

Gerste

Deutung
Da die Namen der Getreidearten in den dt. ON und FlN nur selten vorkommen, können in Südhessen neben den zu ahd. gersta, mhd. gerste sw. F. ‚Gerste‘ gehörigen Namen auch Benennungen nach FamN wie etwa Gerst stehen, zumal diese als umgedeutete Kurzformen zum häufigeren PN Christian gehören können. In Kolmbach sind Gerstenrod und Dingelacker benachbarte Fluren. Der GT von Gertenesel könnte aus Eschollbrücken (s. d.) umgedeutet sein; Umdeutung scheint auch in Rothenberg vorzuliegen.
Literatur
Gottschald 208 s. u. Gerste, 141 s. u. Christianus; Karg-Gasterstädt/Frings 4, 233 f., Lexer 1, 887, Baufeld 108; Kluge/Seebold 316; DWB 4, 1, 2, 3734; SHessWb 2, 1270, PfälzWb 2, 1201 f.; Bach 2, § 322; Zernecke (1991), S. 188. ⟨für die Seitenangaben sind die im Quellen- und Literaturverzeichnis (PDF) aufgeführten Ausgaben maßgeblich⟩
Vernetzung
MHFB: → Gerste; DWB: → gerste; Lexer: → gerste; PfälzWb: → gerste; Wörterbuchnetz: → Gerste
Referenz
Vgl. Christ.