Hessische Biografie
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GND-Nummer
1395638764
Hundelshausen, Heinrich der Ältere von [ID = 20904]
- belegt 6.7.1374–1.3.1420
Finanzverwalter, Siegler, Rat - Biografischer Text
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Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Der „große Heinrich“1, gen. „Klinghard“2, ist 1374 Juli 6 für die Landgrafen in Finanzsachen tätig3 und wird 1375 Oktober 26 von ihnen versorgt4. Im Kampf Landgraf Hermanns mit den Städten5 erklärt er sich 1384 November 26 durch Lossagung von dem Abkommen von 1378 Mai 12 zum entschiedenen Anhänger des Landgrafen6. 1388 Januar 16 besiegelt er die Übereinkunft Hermanns von dem Berge mit Landgraf Hermann wegen Hermanns Forderungen7 und quittiert selbst 1390 Juli 25 dem Landgrafen über die Begleichung seiner Schuldforderungen8. 1391 Juli 4 ist er Fürsprecher Landgraf Hermanns in dessen Hochverratsprozeß gegen Kasseler Patrizier9 und besiegelt den Vidimus der reichsgerichtlichen Bestätigung des Spruches gegen die verklagten und verurteilten Kasseler Patrizier (von 1392 Februar 1) von 1393 April 510. 1417 Mai 1 Heimlicher Landgraf Ludwigs I.11 und noch [1420] März 1 in dessen Dienst12.
- StadtA Mühlhausen Kopiar 101 Bl. 118. ↑
- So wird er 1390 Juli 25 genannt (Urkk., Quittungen). ↑
- Urkk., Quittungen. ↑
- Rechn. I, Marburg (73 Bl. 15): 9 tn. vor 2 eln und 1 firtel tuches, Hunolshusen zu hosin, und 2 henczschuhe. Es handelt sich offenbar um Hofkleidung. ↑
- Friedensburg, Landgraf Hermann II. (ZHG 21, 1885) S. 94 und Anm. nach Urkunden, Samtarchiv Schubl. 65 Nr. 7 Hundelshausen wohnte damals in Kassel. ↑
- Ebd. ↑
- Siehe Anm 3. ↑
- Siehe Anm. 2. ↑
- Urkk., Gen.-Rep. Cassel (Notariatsinstrument von 1391 Dezember 26). – Hundelshausen wird darin als in Kassel wohnhaft bezeichnet. Die hessischen Congeries (ZHG 7, 1858 S. 333) nennen ihn Ankläger. ↑
- Die Urkunde des Reichshofrichters Graf Johanns von Sponheim von 1392 Februar 1 und der Vidimus von 1393 April 5, den außer Heinrich von Hundelshausen auch noch Jakob Schotemann, Propst des Klosters Ahnaberg, Konrad [von Hertingshausen], Dekan des Kasseler St. Martinsstiftes, und Pfarrer Gottfried [Schotemann] zu Grebenstein besiegeln, in Urkk., Gen.-Rep. Cassel. Hundelshausen führt hier die merkwürdige Bezeichnung: knecht. ↑
- Kopiar 4 Nr. 78. ↑
- Siehe Anm. 1. ↑
- Literatur
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- Demandt, Der Personenstaat der Landgrafschaft Hessen im Mittelalter. Ein „Staatshandbuch“ Hessens vom Ende des 12. bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts, Teil 1, Marburg 1981, S. 403, Nr. 1386.
- Friedensburg, Landgraf Hermann II. der Gelehrte von Hessen und Erzbischof Adolf I. von Mainz 1373–1390, in: Zeitschrift des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde 21 (1885)
- Nebelthau, Die hessische Congeries, in: Zeitschrift des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde 7 (1858), S. 309-384
