Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
Bitte beachten Sie: LAGIS hat eine neue Adresse: lagis.hessen.de. Für eine Übergangszeit stehen Ihnen ausgewählte Module über die bekannte Oberfläche zur Verfügung. Alle anderen sind über die neue Version des Informationssystems zugänglich. Bestehende Permalinks behalten ihre Gültigkeit und leiten bereits jetzt oder nach Abschluss aller Migrationsarbeiten automatisch auf das neue System um.

Hessische Biografie

Neue Suche
 
Portrait

Siegfried Clotz
(1556–1610)

Symbol: Anzeigemodus umschalten Symbol: Anzeigemodus umschalten Symbol: Druckansicht

GND-Nummer

137373074

Clotz, Siegfried [ID = 10039]

* 1556 Wetzlar, † 7.3.1610 Kassel, evangelisch
JUD – Kanzler
Biografischer Text

Biogramm bei Gundlach, Dienerbuch

Siegfried Clotz, Doktor der Rechte, Bruder des Kanzlers Dr. Johann Clotz, geboren in Wetzlar 15561, 1572 durch den Paedagogarcha Justus Vultejus ins Pädagogium zu Marburg aufgenommen2, studierte hier und in Wittenberg, machte eine Reise nach Italien und Frankreich, wurde 1582 in Marburg Doktor juris3, wurde Rat und Diener Landgraf Ludwigs d. Ä. 1584 Januar 14 und nach dem Tode seines Bruders Johann C. 1588 dessen Nachfolger im Kanzleramte5. Die Kanzlerwürde bekleidete er bis zum Tode des Landgrafen Ludwig, der am 9. Oktober 1604 starb. Noch am 23. August 1605 wird er als Kanzler in Marburg bezeichnet6. Kurz darauf forderte ihn Landgraf Moritz auf, seinen Dienst nach Cassel zu verrücken, worauf sich Clotz am 5. und 28. Oktober dem Landgrafen erklärt7. 1607 wurde er als Nachfolger Antrechts Hessen-Casselischer Kanzler8, er starb als solcher in Cassel am 7. März 16109 und wurde am 10. März in der Freiheiter Kirche daselbst begraben10.


  1. Strieder 2, 233 ff.
  2. Marburger Matrikel.
  3. Strieder 2, 233 ff.
  4. Revers M. St. S. 4459.
  5. Strieder 2, 233 ff.
  6. Hist.-dipl. Unterricht, Beilage 195.
  7. M. St. S. 8395/96.
  8. Strieder 2, 233 ff.
  9. Johannis Strckii Leichpredigt in Kalkhofs Literalien. Casseler Landesbibliothek Ms. Hass. fol. 101 a.
  10. Freiheiter Kirchenbuch. Er war verheiratet I. seit 1584 mit Dorothea, Tochter des nassauisches Rats Jacob Schwarz (Strieder a. a. O.), gestorben 1588 April 20; II. 1589 (Strieder 4, 89 f.) mit Katharina, Tochter des Kanzlers Dr. Johann Heintzenberger, gestorben 1636 (Strieder 2, 233 f.). Eine Tochter zweiter Ehe, Anna Martha, wurde die Gattin des Geheimen Rats und Kammerpräsidenten Nicolaus Sixtinus in Cassel (ebda.).

Literatur