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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 17. Ermschwerd

Hungershausen

Wüstung · 250 m über NN
Gemarkung Kleinalmerode, Gemeinde Witzenhausen, Werra-Meißner-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Wüstung

Lagebezug:

6,5 km südwestlich Witzenhausen gelegen

Lage und Verkehrslage:

1 km westlich von Kleinalmerode in einem Waldtal des Hungershäuser Baches gelegen

Flurnamen: Hungershausen, Hungershäuser Berg, Hungershäuser Grund

Ersterwähnung:

1271

Siedlungsentwicklung:

Mit Wüstwerden zogen die Bewohner nach Kleinalmerode.

Hungershausen blieb bis ins 19. Jahrhundert eigene Feldmark.

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

  • villa (1275)
  • Wüstung (1456, 1466)
  • Hof (1585)
  • Wüstung (1599)
  • Hof (1681)

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3553814, 5688694
UTM: 32 U 553719 5686858
WGS84: 51.330473° N, 9.771051° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

63601610001

Einwohnerstatistik:

  • 1575/85: 5 Hausgesesse
  • 1681: 1 Hausgesess
Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1456: Landgrafschaft Hessen, Amt Ziegenberg
  • 1466: Landgrafschaft Hessen, Amt Ziegenberg
  • 1575/85: Landgrafschaft Hessen, Niederhessen, Amt Ludwigstein

Altkreis:

Witzenhausen

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1274: Ludwig von Steinau nimmt bei Kloster Mariengarten Darlehen auf seine Güter zu Hungershausen auf.
  • 1275: Kloster Mariengarten kauft Hermannrode von den von Ziegenberg.
  • 1277: Ludwig von Steinau verkauft dem Kloster Mariengarten seine Güter zu Hungershausen.
  • 1303: Joh. von Ziegenberg bestätigt den Verkauf von 1275.
  • 1343: Dorf des Kloster Mariengarten; Landgraf Heinrich nimmt auf Bitten von Kloster Mariengarten eine Trennung von Wald und Feld zwischen Hungershausen und Hubenrode vor.
  • 1421: Kloster Mariengarten verkauft seine Zinsen zu Hungershausen an Verschiedene.
  • 1575/85: Hof der Familie Wolff

Ortsadel:

1271 - 1524

Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • ecclesia (1303, 1337)
  • Kirchenstumpf schon auf hannoveranischem Boden

Patronat:

1303: Eigentum und Patronat von den von Uslar an das Wilhelms-Kloster Witzenhausen.

1310: Nach Bestreitung des Patronats durch Kloster Mariengarten diesem durch Offizial der Propstei Heiligenstadt zuerkannt; folgend Präsentationen durch Kloster Mariengarten.

1325 Pfarrer durch von Bischoffshausen eingeführt.

1337: die von Uslar schenken zu Selgerät dem Wilhelm-Kloster Witzenhausen Eigentum oder Patronat der Kirche Hungershausen.

Nachweise

Quellen:

  • Cal. Or. 100 Mariengarten Nr. 3l a, 33, 73, 131, 176, 207, Staatsarchiv Hannover
  • Cal. Br. 1k XVI, Staatsarchiv Hannover
  • Kopiar Mariengarten Nr. 100 f., 119, 131, 164, 212, 289, 293, 297 - 299, Landesbibliothek Hannover

Literatur:

Zitierweise
„Hungershausen, Werra-Meißner-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/6079> (Stand: 15.1.2025)