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Hessische Biografie

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Portrait

Johann von Falkenberg
(belegt vor 1368–1409)

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Weitere Informationen

GND-Nummer

1392221595

Falkenberg, Johann von [ID = 19659]

belegt vor 1368–30.1.1409
Drost
Andere Namen | Wirken | Familie | Nachweise | Leben | Zitierweise
Andere Namen

Weitere Namen:

  • Falkenberg, Hans von
Familie

Verwandte:

  • Falkenberg, Bernhard von <Bruder>
  • Falkenberg, Konrad von <Bruder>
  • Falkenberg, Werner von <Bruder>
  • Falkenberg, Kunzmann von <Vetter>
  • Falkenberg, Johann von <Sohn>
Nachweise

Quellen:

Literatur:

Leben

Biogramm bei Demandt, Personenstaat

Zur Densburg ist [vor 1368] hessischer Pfandinhaber der Dörfer Arnsbach, Wabern und beider Zennern für 50 Mark Silber1. 1368 ist er Drost der Grafschaft Ziegenhain2. 1374 September 16 ist er zusammen mit seinen Brüdern Bernhard, Konrad und Werner von Falkenberg mainzischer Pfandamtmann zu Neustadt bis vor 1378 April 283 und 1383 September 5 und 1385 Mai 7 mainzischer Pfandinhaber des Schlosses Rosenthal und des mainzischen Anteils am Gericht Geismar bei Frankenberg4. 1385 Juli 22 wird er als Ersatzmann für Friedrich von Hertingshausen als Treuhänder für die Städte Grebenstein, Immenhausen und Wolfhagen bestimmt, die Landgraf Hermann II. zur Sicherung des Kriegskostenersatzes, den er Erzbischof Adolf von Mainz in Höhe von 20000 fl. zu leisten hat, zum Pfand setzen muß5. Johann ist 1386 Mai 12 Bürge Landgraf Hermanns in dessen Waffenstillstandsvertrag mit Markgraf Balthasar von Meißen6, wird in den Vergleichsverhandlungen zwischen Landgraf Hermann und seinen Gegnern (Mainz, Thüringen, Meißen und Braunschweig) 1388 Juli 30 durch Bischof Lamprecht von Bamberg, Burggraf Friedrich von Nürnberg und den Deutschmeister Siegfried von Venningen als Obermann der beiderseitigen Schiedsleute vorgeschlagen7; er ist zusammen mit seinem Vetter Kunzmann von Falkenberg 1391 Juli 4 „Warner“ im Hochverratsprozeß Landgraf Hermanns gegen 28 benannte Kasseler Ratsleute8, tritt jedoch bereits 1391 November 5 zusammen mit Hans und Kunzmann von Falkenberg und seinem Bruder Werner von Falkenberg zur Densburg und einer Adelsgruppe unter der Führung des Mainzer Landvogtes Konrad Spiegel in ein dreijähriges Bündnis und Schutzverhältnis zu Erzbischof Konrad von Mainz (gegen Landgraf Hermann von Hessen)9. Mainzer Amtmann zu Battenberg 1393 Mai 13 mit dem mainzischen Pfandamtmann Dietrich Gaugrebe bis 1395, dann allein10. 1409 Januar 30 ist er (oder schon sein gleichnamiger Sohn)11 einer der Bürgen Landgraf Hermanns zur Sicherstellung der Mitgiftzahlung für seine Tochter Margarethe bei deren Vermählung mit Herzog Heinrich von Braunschweig12.


  1. Kopiar 1 Nr. 137.
  2. Brauer, Ziegenhain S. 145. – Landau, Ritterburgen II S. 62 nennt ihn so zu 1387.
  3. Falk, Mainzer Behördenorganisation S. 85 Nr. 95.
  4. Ebd. S. 88 Nr. 134.
  5. Friedensburg, Landgraf Hermann II. (ZHG 21, 1885) S. 259 Beilage 11.
  6. Codex dipl. Saxoniae I B 1 Nr. 177.
  7. Ebd. Nr. 267 und Friedensburg a.a.O. S. 293 Beilage 21.
  8. Urkk., Gen.-Rep. Cassel (Notariatsinstrument von 1391 Dezember 26).
  9. StA Würzburg MIB 12 fol. 87 ff.
  10. Falk, Mainzer Behördenorganisation S. 89 Nr. 157.
  11. Landau nennt den Vater nur bis 1402, den Sohn ab 1402. Doch wird Johann 1409 Ritter genannt (er führt den Herr-Titel), was wohl eher auf den Vater zu beziehen ist.
  12. Gundlach III S. 318.
Zitierweise
„Falkenberg, Johann von“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/1392221595> (Stand: 6.3.2026)