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Staden
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Großherzogtum Hessen 1823-1850 – 15. Friedberg

Weitere Informationen

Staden

Stadtteil · 127 m über NN
Gemeinde Florstadt, Wetteraukreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

12 km östlich von Friedberg

Lage und Verkehrslage:

Am linken Ufer der Nidda gelegen.

Ersterwähnung:

1150

Siedlungsentwicklung:

Am heutigen Südausgang des Dorfes ehemals römisches quadratisches Kleinkastell.

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3493852, 5577072
UTM: 32 U 493780 5575281
WGS84: 50.329592° N, 8.912608° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

440007050

Flächennutzungsstatistik:

  • 1854 (Morgen): 1262, davon 779 Acker, 415 Wiesen, - Wald
  • 1961 (Hektar): 315, davon 0 Wald

Einwohnerstatistik:

  • 1961: 597, davon 537 evangelisch (= 89.95 %), 55 katholisch (= 9.21 %)
  • 1970: 652 Einwohner

Diagramme:

Staden: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1787: Reichsburg Friedberg, Anteil an der Ganerbschaft Staden (13/57), Graf zu Isenburg-Büdingen (12/57) und Freiherr Löw von und zu Steinfurth (32/57)
  • 1806: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Ganerbschaft Staden
  • 1820: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Ganerbschaft Staden
  • 1822: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landratsbezirk Büdingen
  • 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Nidda
  • 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Friedberg
  • 1918/19-1934: Volksstaat Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Friedberg
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Friedberg
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Friedberg
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Wetteraukreis

Altkreis:

Friedberg

Gericht:

  • 1820: Justizkanzlei Büdingen
  • 1822: Landgericht Büdingen
  • 1853: Landgericht Altenstadt
  • 1879: Amtsgericht Altenstadt
  • 1964: Amtsgericht Friedberg

Gemeindeentwicklung:

1304 erhielt das Dorf Staden auf Bitten des Johannes von Limburg städtische Freiheiten von König Albrecht verliehen [Urkundenbuch der Reichsstadt Frankfurt 1, Nr. 845 S. 430]

Am 31.12.1971 zur Gemeinde Florstadt.

Besitz

Ortsadel:

1150 wird Wortwin von Staden erwähnt.

Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1229: Kaplan
  • 1390: Pastor

Patrozinien:

  • Maria [1336]

Pfarrzugehörigkeit:

1336: Trennung von der Mutterkirche in Nieder-Florstadt und Erhebung zur Pfarrei

Patronat:

1336: Kloster Neuenberg bei Fulda

Diakonische Einrichtung:

Nach Wegweiser für die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau. Ausgabe von 1954 eine Schwesternstation mit 1 Kraft (Zivilgemeinde)

Bekenntniswechsel:

Erster evangelischer Pfarrer: Erasmus Alberus 1543-1544

Kirchliche Mittelbehörden:

Erzbistum Mainz, Archidiakonat Mariengreden, Dekanat Friedberg, Sendbezirk Nieder-Florstadt

Kirchspiel Staden: Burg und Ort Staden

Juden:

1518 lebte ein Jude im Ort.

1830: 108, 1905: 56, 1932: 21 Juden

1862 Bau der Synagoge in der Hofgasse

Friedhof

Kultur

Schulen:

um 1575 Errichtung einer Schule; Schulmeister: Nikolaus Lumhard 1584-1590; 1910 Volksschule mit zwei Klassen, Schulhaus im alten Schloß

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Staden, Wetteraukreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/11998> (Stand: 27.3.2026)