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Portrait

Rolf Hochhuth
(1931–2020)

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GND-Nummer

118551736

Hochhuth, Rolf [ID = 24000]

* 1.4.1931 Eschwege, † 13.5.2020 Berlin, Begräbnisort: Berlin Alter St.-Matthäus-Kirchhof Schöneberg, evangelisch
Schriftsteller, Dramatiker
Andere Namen | Wirken | Familie | Nachweise | Leben | Zitierweise
Wirken

Werdegang:

  • 1948 mittlere Reife, anschließend Ausbildung zum Buchhändler
  • 1950-1955 Gehilfe in Buchhandlungen und Antiquariaten in Marburg, Kassel und München
  • Gasthörer von Vorlesungen in Geschichte, Philosophie und Literatur an den Universitäten Heidelberg und München
  • 1955 Verlagslektor im Bertelsmann Lesering
  • 20.2.1963 Uraufführung des Dramas Der Stellvertreter in Berlin (Regie: Erwin Piscator)
  • 1963 Berliner Kunstpreis
  • 1976 Kunstpreis der Stadt Basel
  • 1980 Literaturpreis der Landeshauptstadt München und des Verbandes bayerischer Verleger
  • 1980 Geschwister-Scholl-Preis
  • 1981 Lessing-Preis der Freien und Hansestadt Hamburg
  • 1986 Mitglied der Akademie der Künste in Berlin
  • 1989 Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste in München
  • 1990 Jacob-Burckhardt-Preis der Basler Johann-Wolfgang-von-Goethe-Stiftung
  • 1991 Elisabeth-Langgässer-Literaturpreis
  • 2001 Jacob-Grimm-Preis Deutsche Sprache
  • 2002 Cicero-Rednerpreis
  • 2004 Mitglied der Freien Akademie der Künste Hamburg

Werke:

  • Der Stellvertreter (1963)
  • Die Berliner Antigone. Novelle (1964)
  • Soldaten, Nekrolog auf Genf (1967)
  • Guerillas. Tragödie in 5 Akten (1970)
  • Die Hebamme (1971)
  • 1971: Krieg und Klassenkrieg: Studien
  • 1974: Inselkomödie. (Komödie; ursprünglicher Titel: Lysistrate und die NATO. Paraphrase der Aristophanes-Komödie vor dem Hintergrund der geplanten Errichtung eines US-Raketenstützpunktes auf einer ägäischen Insel.)
  • 1974: Zwischenspiel in Baden-Baden.
  • 1976: Entfernte Verwandte. (Monolog)
  • 1976: Tod eines Jägers (zur Person Ernest Hemingways und der Literaturszene der 1960er Jahre)
  • 1978: Eine Liebe in Deutschland, Reinbek 1983 (verfilmt von Andrzej Wajda)
  • 1979: Juristen. („Drei Akte für sieben Spieler“; Zum gesellschaftlichen und politischen Einfluss von Altnazis in Deutschland; eine der Hauptpersonen trägt Züge des ehemaligen Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg Hans Filbinger)
  • 1980: Ärztinnen. (zu Medikamententests und Praktiken der Pharmaindustrie)
  • 1982: Räuber-Rede: drei deutsche Vorwürfe: Schiller, Lessing, Geschwister Scholl
  • 1982: Spitzen des Eisbergs: Betrachtungen, Dialoge, Essays, Skizzen
  • 1984: Judith (Über die chemische Wiederbewaffnung der US-Armee, die moralische Berechtigung für Tyrannenmord und die Person Ronald Reagans.)
  • 1985: Atlantik-Novelle: Erzählungen
  • 1987: Täter und Denker: Profile und Probleme von Cäsar bis Jünger
  • 1987: War hier Europa? Reden, Gedichte, Essays
  • 1987: Alan Turing. Erzählung
  • 1988: Jede Zeit baut Pyramiden. Erzählungen und Gedichte
  • 1989: Unbefleckte Empfängnis (Zum Thema künstliche Befruchtung)
  • 1990: Sommer 14 (Ein breit angelegtes Drama zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs)
  • 1991: Menzel: Maler des Lichts.
  • 1991: Panik im Mai. (Sammelband; sämtliche Gedichte und Erzählungen)
  • 1991: Von Syrakus aus gesehen, gedacht, erzählt.
  • Tell gegen Hitler. Historische Studien (1992)
  • Wessis in Weimar. Szenen aus einem besetzten Land (1993)
  • 1994: Julia oder der Weg zur Macht. Erzählung.
  • 1996: Und Brecht sah das Tragische nicht: Plädoyers, Polemiken, Profile.
  • 1996: Effis Nacht. Monolog, Reinbek bei Hamburg
  • 1996: Wellen: Artgenossen, Zeitgenossen, Hausgenossen.
  • 2000: Hitlers Dr. Faust. Tragödie. (Behandelt Freiheit und Verantwortlichkeit des Wissenschaftlers im 20. Jahrhundert am Beispiel Hermann Oberths.)
  • 2000: Das Recht auf Arbeit. Drama.
  • 2001: Anekdoten und Balladen.
  • 2001: Einsprüche! Zur Geschichte, Politik und Literatur.
  • 2001: Die Geburt der Tragödie aus dem Krieg: Frankfurter Poetik-Vorlesungen.
  • 2002: Gasherd und Klistiere oder Die Urgroßmutter der Diätköchin. Novelle.
  • 2003: Nachtmusik.
  • 2004: McKinsey kommt
  • 2004: Nietzsches Spazierstock.
  • 2005: Familienbande.
  • 2005: Livia und Julia
  • 2006: Das Rolf Hochhuth Lesebuch. Herausgegeben von Gert Ueding, München 2006
  • 2006: Heil Hitler. (Tragikomödie)
  • 2008: Vorbeugehaft. Neue Gedichte. Mit einem Nachwort von Gert Ueding, Reinbek bei Hamburg 2008
  • 2012: Was vorhaben muß man, Aphorismen. Mit einem Nachwort von Uta Ranke-Heinemann. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg
  • 2014: 9 Nonnen fliehen. Mit Essays von Uta Ranke-Heinemann und Antje Vollmer. Komödie
  • 2014: Frauen, Leipzig
  • Das Grundbuch. 365 Sieben- bis Zwölfzeiler (2016)
  • Ausstieg aus der NATO - oder Finis Germaniae. Katastrophen und Oasen (2016)
Familie

Vater:

Hochhuth, Friedrich Ernst Walter, Schuhfabrikant

Mutter:

Holzapfel, Ilse

Partner:

  • Heinemann, Marianne, (⚭ 1957, geschieden 1972) Tochter der Rose Schlösinger, GND, * Frankfurt am Main 5.10.1907, † Berlin-Plötzensee 5.8.1943, Widerstandskämpferin
  • Pavic, Dana (Danica), (1975)
  • Euler, Ursula, † 14.10.2005
  • Binger, Johanna, (⚭ 28.5.2009) Buchhändlerin
Nachweise

Literatur:

Bildquelle:

A.Savin, Rolf Hochhuth 2009, CC BY-SA 3.0 (Ausschnitt)

Zitierweise
„Hochhuth, Rolf“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/118551736> (Stand: 1.4.2025)