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Hessische Biografie

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Portrait

Christine Herzogin von Sachsen-Eisenach
(1578–1658)

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GND-Nummer

120183072

Sachsen-Eisenach, Christine Herzogin von [ID = 5732]

* 19.10.1578 Kassel, † 19.8.1658 Eisenach, Begräbnisort: Eisenach, evangelisch-lutherisch
Biografischer Text

Wie ihre älteren Schwestern verbrachte auch Christina einen Teil ihrer Kindheit am Hof des kinderlosen Onkels Ludwig IV. in Marburg. Neben der sechs Jahre älteren Sophia stand Christina ihrem Bruder Moritz besonders nah. Er richtete auch 1598 ihre Hochzeit aus, die in Rotenburg/Fulda mit großem Aufwand gefeiert wurde. Die Ehe schuf eine verwandtschaftliche Verbindung zu einem betont lutherischen Zweig des erbverbrüderten Hauses Wettin. Christina galt als ausgesprochen gelehrte Fürstin und teilte mit Vater und Bruder Moritz Interesse und Begabung für Mathematik und Naturwissenschaften. Im jahrelang währenden Streit zwischen Moritz, seinem Sohn Wilhelm (V.) und der zweiten Frau Juliane war sie, zumindest teilweise mit Erfolg, um einen Ausgleich bemüht. Noch 1631 konnte sie die von Moritz beabsichtigte Scheidung von Juliane abwenden und damit den Weg zur innerfamiliären Aussöhnung bereiten. Ihr großes Engagement und ihre Präsenz in der Familie des Bruders waren wohl unter anderem in der eigenen Kinderlosigkeit begründet. Nach dem Tod Herzog Johann Ernsts lebte Christiane noch zwanzig Jahre als Witwe in Eisenach und erwarb sich durch milde Stiftungen eine bleibende Erinnerung. Seit 1648 war sie blind und musste sich wegen ihrer Schwerhörigkeit eines vielbeachteten Hörrohrs bedienen.

Holger Th. Gräf

(Text identisch mit: Franz, Das Haus Hessen, S. 87 f.)


Literatur