Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
Bitte beachten Sie: LAGIS hat eine neue Adresse: lagis.hessen.de. Für eine Übergangszeit stehen Ihnen ausgewählte Module über die bekannte Oberfläche zur Verfügung. Alle anderen sind über die neue Version des Informationssystems zugänglich. Bestehende Permalinks behalten ihre Gültigkeit und leiten bereits jetzt oder nach Abschluss aller Migrationsarbeiten automatisch auf das neue System um.

Hessische Biografie

Neue Suche
 
Portrait

Kuno Ferdinand Edzard Ernst Carl Alexander Graf von Hardenberg
(1871–1938)

Symbol: Anzeigemodus umschalten Symbol: Anzeigemodus umschalten Symbol: Druckansicht

Hardenberg, Kuno Ferdinand Edzard Ernst Carl Alexander Graf von [ID = 1259]

* 13.8.1871 Nörten-Hardenberg, † 15.11.1938 Darmstadt, evangelisch
Kunsthistoriker, Schriftsteller, Maler, Hofmarschall
Andere Namen | Wirken | Familie | Nachweise | Leben | Zitierweise
Wirken

Werdegang:

  • Studium der Rechtswissenschaften
  • Referendariat am Oberlandesgericht Celle
  • Rittmeister der Reserve des Dragoner-Regiments Nr. 24 in Darmstadt
  • Verfasser von Gedichten, Balladen, Erzählungen
  • Mitarbeiter an dem 1896 begründeten akademisch-literarischen Göttinger Musen-Almanach
  • Studium der Kunstwissenschaften an der Sorbonne in Paris, insbesondere der Aktmalerei
  • Neujahrstag 1901 Weltreise über Italien und Ägypten nach Sri Lanka, Indien, Indonesien und China nach Japan
  • Mitarbeiter an der Ausgestaltung von Schloss Tarasp für Karl August Lingner und nachfolgend für Großherzog Ernst-Ludwig von Hessen und bei Rhein
  • 1917 Großherzoglich Hessen-Darmstädtischer Hofmarschall des Großherzogs Ernst-Ludwig, Übernahme der Haus- und Vermögensverwaltung und Inventarisierung der Sammlungen der großherzoglichen Familie
  • 1918 Einrichtung des Jagdmuseums in Schloss Kranichstein
  • 1924 Initiator des Darmstädter Schlossmuseums
  • 16.3.1918 auf Anregung Ernst-Ludwigs Gründer der „Gesellschaft Hessischer Bücherfreunde“, unter seiner Leitung eine der mitgliederstärksten Bibliophilenvereinigungen Deutschlands
  • Mitgründer und Vorsitzender der „Gesellschaft für freie Philosophie“
  • 1928 Raubüberfall auf seine Dienstwohnung im Darmstädter Neuen Palais
  • starb an den Folgen eines Verkehrsunfalls
  • 29.-30.3.1929 Versteigerung seines Nachlasses

Werke:

Lebensorte:

  • Celle; Darmstadt; Paris
Familie

Vater:

Hardenberg, Karl Graf von, 1827–1913, Fideikommißherr auf Hardenberg

Mutter:

Christallnigg von und zu Gillitzstein, Gisella Gräfin von, 1840–1912, katholisch

Partner:

  • , unverheiratet
Nachweise

Quellen:

Literatur:

  • Stadtlexikon Darmstadt, 2006, S. 347
  • NDB 7, 1966, S. 651
  • Edith Mikeleitis, Karl Klingspor: Graf Kuno V. Hardenberg zum Sechzigsten Geburtstage am 13. August 1931. Offenbach am Main [1931]
  • Eva Rohde-Fenner, In Memoriam Kuno Graf von Hardenberg. Gedichte. Darmstadt 1938
  • Eckhart G. Franz: Graf Kuno Hardenberg und die Stiftung des Jagdmuseums, in: Museum Schloss Kranichstein. Festschrift zur Wiedereröffnung. Darmstadt 1998
  • Barbara Hauck, Das Geheimnis um Graf Hardenberg. In: Mords-Fälle. Verbrechen und Todesfälle im alten Darmstadt, Wiesbaden 2014, S. 57–117

Bildquelle:

Hugo Erfurth (1874–1948), Dresden, Hardenberg kuno ferdinand graf von 1931, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons (beschnitten)

Zitierweise
„Hardenberg, Kuno Ferdinand Edzard Ernst Carl Alexander Graf von“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/116465301> (Stand: 22.4.2026)