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Historisches Ortslexikon

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Roßbach

Gehöftgruppe · 207 m über NN
Gemarkung Kerspenhausen, Gemeinde Niederaula, Landkreis Hersfeld-Rotenburg 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Gehöftgruppe

Lagebezug:

7 km südwestlich von Bad Hersfeld

Lage und Verkehrslage:

Nordöstlich von Kerspenhausen an der Mündung des Hahnbachs in die Fulda

Ersterwähnung:

1364

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

  • Gut (1461)
  • Höfe (1747)

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3547174, 5631862
UTM: 32 U 547081 5630049
WGS84: 50.820246° N, 9.668383° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

63201503001

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 57, davon 32 Acker (= 56.14 %), 15 Wiesen (= 26.32 %), 0 Holzungen
  • 1961 (Hektar): 1 Wald

Einwohnerstatistik:

  • Um 1610: 3 Hausgesesse
  • 1628: 3 Hausgesesse
  • 1673: 1 Hausgesesse
  • 1747: 3 Feuerstätten (Dorfbuch der Landgrafschaft Hessen-Cassel HStAM Bestand S Nr. 105)
  • 1766: 3 Häuser mit 19 Menschen; 1 Müller, die übrigen beiden treiben Ackerbau
  • 1885: 19, davon 19 evangelisch (= 100.00 %), 0 katholisch
  • 1961: 507, davon 14 evangelisch (= 2.76 %), 0 katholisch
Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • Um 1450: Fürstentum Hersfeld, Gericht Johannesberg
  • 1651: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Fürstentum Hersfeld, Amt/Gericht Niederaula
  • 1747: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Fürstentum Hersfeld, Amt/Gericht Johannesberg
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Fürstentum Hersfeld, Amt/Gericht Johannesberg
  • 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Fürstentum Hersfeld, Amt Johannesberg
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Hersfeld, Kanton Holzheim
  • 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Fürstentum Hersfeld, Amt Johannesberg
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Hersfeld
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Hersfeld
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Hersfeld
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hersfeld
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hersfeld
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hersfeld
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hersfeld-Rotenburg

Altkreis:

Hersfeld

Gericht:

  • 1822: Landgericht Hersfeld
  • 1850: Justizamt Hersfeld I
  • 1867: Amtsgericht Hersfeld
  • 1879: Amtsgericht Bad Hersfeld

Herrschaft:

Bis zur Auflösung des Stifts Hersfeld und seinem endgültigen Übergang an die Landgrafschaft Hessen 1651 ist der Hof Roßbach formal in hersfeldischem Besitz.

Gemeindeentwicklung:

Am 1.3.1962 Eingemeindung der Gemeinde Roßbach in die Gemeinde Kerspenhausen. Am 1.8.1972 im Zuge der hessischen Gebietsreform mit diesem der Gemeinde Niederaula eingegliedert.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1461 bekennt Abt Ludwig von Hersfeld, dass er mit Einwilligung seines Konvents ihr Gut in Kerspenhausen, die Rosbach genannt, dem Kloster St. Johannesberg für jährlich 4 Gulden Zins auf dem Rathaus zu Hersfeld verpfändet hat.
Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit:

1747, 1766, 1872 und 1994 nach Kerspenhausen eingepfarrt

Kirchliche Mittelbehörden:

1464/65: Bistum Würzburg, Archidiakonat Geisa-Mellrichstadt-Coburg, Landkapitel Geisa

Kultur

Schulen:

1766 ist kein Schulhaus vorhanden, die Kinder gehen nach Kerspenhausen

1910 einklassige Volksschule

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):

Wirtschaft

Mühlen:

1766 ist eine Mühle vorhanden, die mit einem oberschlächtigen Mahlgang betrieben wird

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Roßbach, Landkreis Hersfeld-Rotenburg“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/3343> (Stand: 18.3.2026)