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KDR 100, TK25 1900 ff.

Remminghausen

Wüstung · 240 m über NN
Gemarkung Wetterburg, Gemeinde Bad Arolsen, Landkreis Waldeck-Frankenberg 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Wüstung

Lagebezug:

2,5 km südöstlich von Bad Arolsen

Lage und Verkehrslage:

Südwestlich von Wetterburg; Flur- und heutige Siedlungsbezeichnung Remmeker Feld

Ersterwähnung:

1170

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

  • villula (1182)
  • Dorf (1383)

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3503042, 5693488
UTM: 32 U 502967 5691651
WGS84: 51.376098° N, 9.042628° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

63500212009

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1239: Grafschaft Everstein, Gericht Donnersberg

Altkreis:

Waldeck

Herrschaft:

1493 teilen sich Graf Otto IV. von Waldeck und das Kloster Arolsen die Feldmark Remminghausen.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1170 tauscht Konrad Stapel vom Kloster Arolsen ein zur villicatio Hildemanninchusen gehörendes Gut in Remminghausen gegen ein solches in Hahchusen ein.
  • 1182 bestätigt Papst Lucius III. dem Kloster Arolsen seine Besitzungen u.a. in Remminghausen.
  • 1234 überweisen Bernhard und Hermann von Holzhausen und Hermann von Itter dem Kloster Arolsen die Kirche in Kapelle gegen Güter in Osterhausen und zwölf Mark aus Wettesingen und bekunden, dass der Vogt des Klosters, Graf Adolf von Waldeck, kein Anrecht an dieser Kirche und den Hof in Remmenchusen habe. Heinrich, Graf von Waldeck, und sein Sohn Adolf verkaufen 1383 das Dorf Reminghausen und die Mühle unter der Wetterburg für 285 Schilling Königsturnose an Johann von Brunhardessen und seine Söhne wiederkäuflich. 1399 verzichten Dietrich von Dalwig, seine Frau Oda und sein Sohn Dietrich auf alle Ansprüche auf Reminghausen und die Mühle unter der Wetterburg.

Zehntverhältnisse:

1240 überträgt Graf Adolf von Waldeck den von ihm ausgehenden Zehnten dem Kloster Arolsen [Urkunden zur Geschichte der Fürstenthümer Waldeck und Pyrmont, bearb. von Louis Curtze, o.J., Exemplar in der Dienstbibliothek des Hessischen Staatsarchivs Marburg, S. 3, Nr. 5]

1362 verpfändet Ludolf von Horhusen seinen dritten Teil des Zehnten in Remminghausen an Marsberger Bürger.

Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • Der Orte verfügt 1537 über eine Kirche, von der im 18. Jahrhundert noch Mauerreste vorhanden waren. Möglicherweise befand sich diese im Osten der Gemarkung von Arolsen (Flurname Kirchhofswiese im Bereich des Hühnergrundes).
Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Remminghausen, Landkreis Waldeck-Frankenberg“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/1931> (Stand: 30.11.2017)