Bitte beachten Sie: LAGIS hat eine neue Adresse: lagis.hessen.de. Für eine Übergangszeit stehen Ihnen ausgewählte Module über die bekannte Oberfläche zur Verfügung. Alle anderen sind über die neue Version des Informationssystems zugänglich. Bestehende Permalinks behalten ihre Gültigkeit und leiten bereits jetzt oder nach Abschluss aller Migrationsarbeiten automatisch auf das neue System um.
Historisches Ortslexikon
- Messtischblatt
- 4620 Bad Arolsen
- Moderne Karten
- Kartenangebot der Landesvermessung
- Topografische Karten
- KDR 100, TK25 1900 ff.
Remminghausen
-
Wüstung · 240 m über NN
Gemarkung Wetterburg, Gemeinde Bad Arolsen, Landkreis Waldeck-Frankenberg
- Siedlung ↑
-
Ortstyp:
Wüstung
-
Lagebezug:
2,5 km südöstlich von Bad Arolsen
-
Lage und Verkehrslage:
Südwestlich von Wetterburg; Flur- und heutige Siedlungsbezeichnung Remmeker Feld
-
Ersterwähnung:
1170
-
Historische Namensformen:
- Remmenchusen, in (1170) [Spilcker, Geschichte der Grafen von Wölpe und ihrer Besitzungen, S. 294-296, Nr. 109 = HStAM Bestand Urk. 85 Nr. 7931 mit Namensform Remmenozuzen im Regest]
- Remmeckhusen, in (1182) [Abschrift 16. Jahrhundert Westfälisches Urkundenbuch 5,1: Papsturkunden Westfalens bis zum Jahre 1304, S. 52-53, Nr. 136]
- Remmenchusen, in (1234) [HStAM Bestand Urk. 85 Nr. 7943, Druck: Spilcker, Geschichte der Grafen von Everstein und ihrer Besitzungen, Urkundenbuch, S. 64-66, Nr. 51]
- Remmenchusen, in (1239) [Varnhagen, Grundlage der waldeckischen Landes- und Regentengeschichte, Urkundenbuch, S. 74-78, Nr. 28]
- Remmynchusen, in (1362) [Urkunden der Propstei Marsberg, S.130, Nr. 213]
- Remminchusen (1383) [HStAM Bestand Urk. 85 Nr. 3635]
- Remminchusen (1399) [HStAM Bestand Urk. 85 Nr. 3636]
- Remmeckhusen; Remminckhusen; Remmynckhusen [HStAM Bestand 127 Nr. 3]
-
Bezeichnung der Siedlung:
- villula (1182)
- Dorf (1383)
-
Koordinaten:
Gauß-Krüger: 3503042, 5693488
UTM: 32 U 502967 5691651
WGS84: 51.376098° N, 9.042628° O OpenLayers - Statistik ↑
-
Ortskennziffer:
63500212009
- Verfassung ↑
-
Verwaltungsbezirk:
- 1239: Grafschaft Everstein, Gericht Donnersberg
-
Altkreis:
Waldeck
-
Herrschaft:
1493 teilen sich Graf Otto IV. von Waldeck und das Kloster Arolsen die Feldmark Remminghausen.
- Besitz ↑
-
Grundherrschaft und Grundbesitzer:
- 1170 tauscht Konrad Stapel vom Kloster Arolsen ein zur villicatio Hildemanninchusen gehörendes Gut in Remminghausen gegen ein solches in Hahchusen ein.
- 1182 bestätigt Papst Lucius III. dem Kloster Arolsen seine Besitzungen u.a. in Remminghausen.
- 1234 überweisen Bernhard und Hermann von Holzhausen und Hermann von Itter dem Kloster Arolsen die Kirche in Kapelle gegen Güter in Osterhausen und zwölf Mark aus Wettesingen und bekunden, dass der Vogt des Klosters, Graf Adolf von Waldeck, kein Anrecht an dieser Kirche und den Hof in Remmenchusen habe. Heinrich, Graf von Waldeck, und sein Sohn Adolf verkaufen 1383 das Dorf Reminghausen und die Mühle unter der Wetterburg für 285 Schilling Königsturnose an Johann von Brunhardessen und seine Söhne wiederkäuflich. 1399 verzichten Dietrich von Dalwig, seine Frau Oda und sein Sohn Dietrich auf alle Ansprüche auf Reminghausen und die Mühle unter der Wetterburg.
-
Zehntverhältnisse:
1240 überträgt Graf Adolf von Waldeck den von ihm ausgehenden Zehnten dem Kloster Arolsen [Urkunden zur Geschichte der Fürstenthümer Waldeck und Pyrmont, bearb. von Louis Curtze, o.J., Exemplar in der Dienstbibliothek des Hessischen Staatsarchivs Marburg, S. 3, Nr. 5]
1362 verpfändet Ludolf von Horhusen seinen dritten Teil des Zehnten in Remminghausen an Marsberger Bürger.
- Kirche und Religion ↑
-
Ortskirchen:
- Der Orte verfügt 1537 über eine Kirche, von der im 18. Jahrhundert noch Mauerreste vorhanden waren. Möglicherweise befand sich diese im Osten der Gemarkung von Arolsen (Flurname Kirchhofswiese im Bereich des Hühnergrundes).
- Nachweise ↑
-
Literatur:
- Bösch, Karl: Geschichte des Klosters Arolsen in: Geschichtsblätter für Waldeck (und Pyrmont) 1, 1901, S. 4-9,
- Bau- und Kunstdenkmäler Kassel N.F. 2 (Kreis der Twiste), S. 269,
- Höhle, Untergegangene Ortschaften in Waldeck, S. 99-101, Nr. 62
- Zitierweise ↑
- „Remminghausen, Landkreis Waldeck-Frankenberg“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/1931> (Stand: 30.11.2017)

