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Hessische Biografie

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Portrait

Eduard Maximilian Wendelstadt
(1815–1889)

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GND-Nummer

1102943509

Wendelstadt, Eduard Maximilian [ID = 10360]

* 11.12.1815 Hersfeld, † 7.6.1889 Kassel-Oberneustadt, evangelisch-reformiert
Geheimer Regierungsrat – Jurist, Verwaltungsbeamter
Andere Namen | Wirken | Familie | Nachweise | Leben | Zitierweise
Wirken

Werdegang:

  • 1828-1834 Besuch des Gymnasiums in Hersfeld
  • 1834 Studium der Rechte an der Universität Marburg, Mitglied des Marburger Corps Teutonia
  • 1838 Studium an der Universität Bonn
  • 1841 Auskultator beim Landgericht Hersfeld
  • 1844 Obergerichtsreferendar in Kassel
  • 1845 Entlassung aus dem Vorbereitungsdienst auf Antrag
  • 1844-1846 Lehre bei einem anerkannten Landwirt in der Eifel, anschließend Besuch der landwirtschaftlichen Hochschule zu Hohenheim bis 1847
  • Verwalter des Hunsrücker Güterkomplexes der Herren von Salis
  • pachtete 1850 die Domäne Sababurg, um eine Ackerbauschule in Hessen zu gründen
  • 1851-1854 provisorischer, seit 1852 ordentlicher Professor der Landwirtschaft an der Akademie für Forst- und Landwirtschaft in Hohenheim
  • 1854-1867 Leiter der Zentralstelle für die landwirtschaftlichen Angelegenheiten in Kassel, Landesökonomierat
  • anlässlich der Neuorganisation der Verwaltung 1867-1885 Leiter der landwirtschaftlichen Angelegenheiten in der Abteilung des Innern der Regierung in Kassel
  • 1867 Regierungsrat, 1878 Geheimer Regierungsrat
  • außerdem 1854-1889 Präsident des landwirtschaftlichen Zentralvereins, Gründer und langjähriger Vorsitzender des Vorstandes von Fischerei-Vereinen und Fischereigenossenschaften von Westdeutschland
  • 1855-1870 redigierte er die „Landwirtschaftliche Zeitung“
  • 1856-1865 Herausgeber des landwirtschaftlichen Kalenders „Bauernfreund“
  • 1878 erfolglose Kandidatur für den Deutschen Reichstag im Wahlkreis Kassel 4: Eschwege, Schmalkalden, Witzenhausen (Deutsche Reichspartei)
  • Gründer der landwirtschaftlichen Versuchsstation in Harleshausen und der Obstbauanstalt in Oberzwehren, unter seiner Anregung entstanden die chemische Versuchsstation und die landwirtschaftliche Winterschule in Marburg, Anlage eines pomologischen Gartens in Kassel und der Fischbrutanstalt in Hahlingsmühle, ferner Erweiterung der Fohlenweide in Bieberstein
  • Fachschriftsteller
  • Geigenspieler
  • Mitglied im Verein für hessische Geschichte
  • 1859 Mitglied (1886 Ehrenmitglied) im Verein für Naturkunde
  • Träger des Roten Adlerordens 3. Klasse mit Schleife
  • starb an der Zuckerruhr

Lebensorte:

  • Hersfeld; Marburg; Bonn; Kassel; Hohenheim; Sababurg; Oberzwehren
Familie

Vater:

Wendelstadt, Georg Ferdinand, * Marburg 10.3.1785, † Hersfeld 24.8.1843, Dr. med., Arzt, Landphysikus in Hersfeld

Mutter:

Giesler, Karoline Amalie, * Schenklengsfeld 11.3.1787, Tochter des Johann Konrad Giesler, Oberschultheiß am Diemelstrom, Kurhessischer Rat in Schenklengsfeld, und der Maria Amalia* Münscher

Partner:

  • Fondy, Karoline, * Hünfeld 16.5.1810, † Kassel-Oberneustadt 13.7.1892, Heirat 1852, Tochter des Philipp Fondy, Regierungsdirektor in Fulda

Verwandte:

  • Wendelstadt, Friedrich (Fritz) <Sohn>, 1853–1858
  • Wendelstadt, Karoline Julie Marie (Lili) <Tochter>, 1857–1870
Nachweise

Quellen:

Literatur:

Zitierweise
„Wendelstadt, Eduard Maximilian“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/1102943509> (Stand: 11.12.2025)