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Hessische Biografie
Weitere Informationen
GND-Nummer
118636383
Zeller, Eduard Gottlob [ID = 2962]
- * 22.1.1814 Kleinbottwar, † 19.3.1908 Stuttgart, evangelisch
Prof. Dr. phil.; Dr. jur.; Dr. theol. h.c.; Dr. jur. h.c.; Dr. med. h.c. – Philosoph, Professor, Theologe, Historiker - Wirken ↑
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Werdegang:
- 1827 Besuch des Gymnasiums in Maulbronn
- 1831 Studium der Theologie und Philosophie in Tübingen
- Student bei seinem Schwiegervater Baur, befreundet mit David Friedrich Strauß und Friedrich Theodor Vischer (1807–1887)
- 1835 erste theologische Prüfung in Tübingen
- 1836 Vikar in Nellingen
- 25.8.1836 Promotion zum Doktor der Philosophie in Tübingen
- 1837 Vikar in Tübingen
- 1838 Repetent am Theologischen Seminar in Urach
- 1839 Repetent am Theologischen Seminar in Tübingen
- 1840 Habilitation für Theologie an der Universität Tübingen
- 12.1.1847 außerordentlicher Professor der Theologie in Bern
- 1847 Eheschließung mit Emilie Baur, eine Tochter Ferdinand Christian Baurs
- 1849 ordentlicher Professor der Theologie in Bern
- 18.10.1849 ordentlicher Professor der Philosophie in Marburg (Fakultätswechsel aus politischen Gründen)
- „las in Marburg besonders über“: Geschichte der Philosophie; Geschichte der Religionsphilosophie und philosophische Theologie seit Kant; Geschichte der philosophischen Theorien von Staat und Gesellschaft (Rechtsphilosophie, Naturrecht); philosophische Propädeutik; Plato und Aristoteles; das Verhältnis zwischen Kirche und Staat etc.
- 1862 Ehrenbürger der Stadt Marburg
- 1.8. zum 30.9.1862 aus dem kurhessischen Staatsdienst entlassen
- 1.10.1862-1872 ordentlicher Professor der Philosophie in Heidelberg, Antrittsrede „Über Bedeutung und Aufgabe der Erkenntnistheorie“
- 1864 Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Berlin
- 1867 Ritterkreuz 1. Klasse des Zähringer Löwenordens
- 1868 Doktor der Theologie h.c. der Universität Heidelberg
- 1868 Prorektor der Universität Heidelberg
- 1868 Hofrat
- 17.6.1872-1894 ordentlicher Professor der Philosophie in Berlin, Antrittsrede „Über die gegenwärtige Stellung und Aufgabe der deutschen Philosophie“
- 1872 Geheimer Hofrat
- 1873 Mitglied der bayerischen Akademie der Wissenschaften
- 1877 Doktor der Rechte h.c. an der Universität Tübingen und Verleihung des Ordens pour le Mérite für Wissenschaft und Künste
- 1886 Doktor der Medizin h.c. an der Universität Marburg
- 1884 Doktor der Rechte an der Universität Edinburgh
- 1890 Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Wien
- 1894 (mit Schluss des Sommersemesters) von den akademischen Verpflichtungen entbunden
- 22.1.1894 Wirklicher Geheimer Rat, Exzellenz
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Funktion:
- Marburg, Universität, Philosophische Fakultät, Dekan, 1856
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Studium:
- 1831 Studium der Theologie und Philosophie an der Universität Tübingen
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Netzwerk:
- Baur, Ferdinand Christian <Lehrer>, GND, * Schmiden bei Fellbach 21.6.1792, † Tübingen 2.12.1860, evangelischer Kirchen- und Dogmenhistoriker
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Akademische Qualifikation:
- 25.8.1836 Promotion zum Doktor der Philosophie an der Universität Tübingen
- 1840 Habilitation für Theologie an der Universität Tübingen
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Akademische Vita:
- Bern, Universität / Theologische Fakultät // außerordentlicher Professor / 1847
- Bern, Universität / Theologische Fakultät // ordentlicher Professor / 1849
- Marburg, Universität / Philosophische Fakultät // ordentlicher Professor / 1849
- Heidelberg, Universität / Philosophische Fakultät / ordentlicher Professor / 1862-1872
- Berlin, Universität / Philosophische Fakultät / ordentlicher Professor / 1872-1894
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Akademische Ämter:
- 1856 Dekan der Philosophischen Fakultät der Universität Marburg
- 1878/79 Rektor der Universität Berlin
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Mitgliedschaften:
- 1864 Preußische Akademie der Wissenschaften
- 1873 Bayerische Akademie der Wissenschaften
- 1890 Österreichische Akademie der Wissenschaften
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Werke:
- Titel im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Platonische Studien (1839)
- Geschichte der christlichen Kirche. Uebersichtlich dargestellt (1848)
- Die Apostelgeschichte kritisch untersucht (1854)
- Religion und Philosophie bei den Römern (1866)
- Staat und Kirche. Vorlesungen an der Universität zu Berlin gehalten (1873)
- Über die Gründe unseres Glaubens an die Realität der Außenwelt (1884)
- Friedrich der Große als Philosoph (1886)
- Geschichte der christlichen Kirche (1898)
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Lebensorte:
- Maulbronn; Tübingen; Nellingen; Urach; Bern; Marburg; Heidelberg; Berlin
- Familie ↑
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Vater:
Zeller, Johann Heinrich*, 1772-1837, Freiherrlich von Kniestedt'scher Stabsamtmann in Kleinbottwar, Rentamtmann, Sohn des Heinrich Zeller, Pfarrer in Nußbaum und Sulzbach a.M., und der Helene Laux
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Mutter:
Camerer, Johanna Christiane*, 1772-1850, Tochter des Johannes Camerer, Pfarrer in Ohnastetten bei Reutlingen, und der Johanna Friederike Moser
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Partner:
- Baur, Emilie* Caroline, Heirat in Tübingen 22.6.1847. 1823-1904, Tochter des Ferdinand Christian Baur, Professor in Tübingen
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Verwandte:
- Moser, Johann Wilhelm <Urgroßvater>, 1710-1759, Pfarrer in Dürrmenz, Onkel von Friedrich Carl Moser von Filseck
- Nachweise ↑
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Literatur:
- Hans-Peter Becht (Bearb.), Handbuch der badischen Ständeversammlung und des badischen Landtags 1819–1933, 1. Teilbd., Stuttgart 2021, S. 712
- NDB Bd. 21, 285 (Art. Rehmke: http://www.deutsche-biographie.de/sfz104831.html)
- Deutsche Biographische Enzyklopädie: DBE
- Schwäbische Ahnentafeln 10: 5. Eduard Zeller, S. 73-104
- Gundlach, Catalogus professorum academiae Marburgensis 1, Von 1527 bis 1910, Marburg 1927, Nr. 506
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Bildquelle:
„Eduard Zeller“ (Federzeichnung · 22,8 x 28 cm, beschnitten), in: Ferdinand Justi, Icones Professorum Marpurgensium. Museum für Kunst und Kulturgeschichte der Philipps-Universität Marburg (Inventar-Nr. 28.088) / Foto: Bildarchiv Foto Marburg (Thomas Scheidt)
- Zitierweise ↑
- „Zeller, Eduard Gottlob“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/118636383> (Stand: 19.3.2025)
