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Hessische Biografie

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Portrait

Ludwig Bergsträsser
(1883–1960)

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Bergsträsser, Ludwig [ID = 915]

* 23.2.1883 Altkirch (Elsass), † 23.3.1960 Darmstadt, Begräbnisort: Darmstadt Alter Friedhof, evangelisch
Prof. Dr. phil. – Historiker, Professor, Politiker, Abgeordneter, Parlamentarier
Andere Namen | Wirken | Familie | Nachweise | Leben | Zitierweise
Wirken

Werdegang:

  • 1895-1902 Besuch des Gymnasiums in Colmar
  • Studium der Rechtswissenschaften, dann der Geschichte an den Universitäten Heidelberg, München, Leipzig und Paris
  • 1906 Promotion zum Dr. phil. an der Universität Heidelberg
  • 1910 Privatdozent, 1916 Professor für Neuere Geschichte an der Universität Greifswald
  • 1919 Professor an der Technischen Universität Berlin
  • 1919 Mitglied der Deutschen Demokratischen Partei
  • 1920 Archivrat in der Forschungsabteilung des Reichsarchivs, 1923 Oberarchivrat
  • 4.5.1924-31.3.1928 Mitglied des Deutschen Reichstags
  • 1924-1927 Verfasser außenpolitischer Leitartikel des demokratischen Zeitungsdienstes
  • 1928 außerordentlicher Professor für Politik an der Universität Frankfurt am Main, 1933 aus politischen Gründen entlassen
  • 1930 Mitglied der SPD
  • 1934-1945 in Darmstadt
  • 1936-1939 illegale Tätigkeit in Frankreich und England, seit 1939 in Verbindung mit Wilhelm Leuschner und seinem Kreis
  • 1945 Honorarprofessor für Politische Wissenschaft an der Universität Frankfurt am Main
  • 21.4.1945 durch die amerikanische Militärregierung als Präsident der Provinz Starkenburg eingesetzt, am 30.6.1945 für Oberhessen und ab 8.8.1945 für den ganzen Volksstaat Hessen
  • 1946-1948 Regierungspräsident in Darmstadt
  • 15.7.1946-30.11.1946 Mitglied der Verfassungberatenden Landesversammlung Groß-Hessen
  • 1.12.1946-19.10.1949 Mitglied des Hessischen Landtags, dort stellvertretender Vorsitzender des Kulturpolitischen Ausschusses, Mandatsniederlegung, Nachfolger: Jean Christoph Harth
  • 1948/49 Mitglied des Parlamentarischen Rates
  • 7.9.1949-7.9.1953 Mitglied des Deutschen Bundestags (SPD; Wahlkreis 18 (Frankfurt-Höchst), dort ordentliches Mitglied des Ausschusses zum Schutz der Verfassung, des Ausschusses für Kulturpolitik und des Wahlrechtsausschusses, ab 1952 stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Bücherei bzw. des Bücherbeirates
  • 1949 Mitglied der 1. Bundesversammlung
  • Großkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland

Funktion:

  • Deutschland, Reichstag, Mitglied (DDP), 1924-1928
  • Groß-Hessen, Verfassungberatende Landesversammlung, Mitglied (SPD), 1946
  • Darmstadt, Regierungsbezirk, Regierungspräsident, 1946-1948
  • Hessen, 01. Landtag, Mitglied (SPD), 1946-1949
  • Deutschland, Bundesrepublik, Bundestag, Mitglied (SPD), 1949-1953

Werke:

Lebensorte:

  • Colmar; Heidelberg; München; Leipzig; Paris; Greifswald; Frankfurt am Main
Familie

Vater:

Bergsträsser, Karl, Amtsgerichtsrat in Kaysersberg, katholisch

Mutter:

Weyland, Elise, evangelisch

Partner:

  • Unger, Helene Minna Martha*, (⚭ Zerbst 9.6.1910) * Zerbst 10.5.1884, † Darmstadt 8.7.1953, evangelisch, Tochter des Adolf Unger und der Bertha Henriette Minna* Hübenthal, * Zerbst 9.12.1857, † Nieder-Ramstadt 6.9.1941

Verwandte:

  • Bergsträsser, Gisela <Tochter>, 1911–2003
  • Bergsträsser, Irmgard <Tochter>, 1913–1964
  • Bergsträsser, Erika Christine <Tochter>, 1916–2002
  • Bergsträsser, Ludwig Alexander <Sohn>, 1926–1995
Nachweise

Quellen:

Literatur:

Bildquelle:

HStAD Bestand R 4 Nr. 5223

Zitierweise
„Bergsträsser, Ludwig“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/118656155> (Stand: 14.4.2026)