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KDR 100, TK25 1900 ff.

Kleinkerstenhausen

Wüstung · 206 m über NN
Gemarkung Kerstenhausen, Gemeinde Borken (Hessen), Schwalm-Eder-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Wüstung

Lagebezug:

8,5 km südwestlich von Fritzlar.

Lage und Verkehrslage:

0,7 km südöstlich von Kerstenhausen. Am rechten Schwalmufer am Fuß des Kuhberges; Flurname Margarethenacker (vgl. Margarethenkirche).

Ersterwähnung:

1314

Historische Namensformen:

  • villa minoris Kerstinhusen (1314) [Staatsarchiv Marburg Urkunden Fritzlar]
  • Kleynenn Kirstenhusenn (1339) [XVI]
  • minori Kerstenhussen, in (1340)
  • Kleynen Kerstenhusen (1447)
  • Cleyne Kerstenhußen (1471)
  • Kleinen Kirstenhusen (1493) [XVI]
  • Kleinen Krestenhusen (1501)
  • Kleinen Krestenhausen (1515)
  • Klein Kristenhusen (1518)
  • Kleynen Kerstenhausen (1536)
  • Clein Kerstenhausen (1550)
  • Wenigen Kerstenhausen (1551)
  • Kleinenn Krestennhaußenn (1568)
  • Kerstenhausen, Klein-
  • Klein-Kerstenhausen

Bezeichnung der Siedlung:

  • 1314: villa.
  • 1339: Dorf.

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3516146, 5658568
UTM: 32 U 516065 5656744
WGS84: 51.061999° N, 9.229258° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

63400108007

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1314: landgräfliches Dorf im Amt Borken.

Altkreis:

Fritzlar-Homberg

Herrschaft:

1339: Landgraf Heinrich belehnt Löw von Löwenstein mit Gericht Klein-Kerstenhausen.

1447: Landgraf Ludwig belehnt die von Löwenstein mit Gericht Klein-Kerstenhausen; folgend Belehnungen bis 1841.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1314: Die von Löwenstein-Westerburg verkaufen der Kirche Urff Ländereien zu Klein-Kerstenhausen.
  • 1340: Die Gebrüder von Löwenstein-Schweinsberg schenken dem Marienaltar in der Stiftskirche Fritzlar eine Getreidegülte von 30 Äckern zu Klein-Kerstenhausen.
  • Um 1340: Stift Fritzlar hat Einkünfte zu Klein-Kerstenhausen.
  • 1362: Kloster Eppenberg verleiht Konrad von Borken 2 Huben zu Klein-Kerstenhausen.
  • 1440: Die von Löwenstein verschreiben dem Stift Fritzlar Einkünfte zu Klein-Kerstenhausen.
  • 1445: Kloster Eppenberg verleiht 8 Huben zu Klein-Kerstenhausen.
  • 1447: Landgraf Ludwig belehnt Heinrich von Löwenstein mit Dorf und Gericht Klein-Kerstenhausen; folgend Belehnungen bis 1841.
  • 1480, 1491 und 1501: Die Landgrafen lösen das Burglehen zu Klein-Kerstenhausen ein.
  • 1493: Landgraf Wilhelm verschreibt dem Philipp von Wildungen Dorf Klein-Kerstenhausen, 1500 dem Löwenstein zu Löwenstein.

Zehntverhältnisse:

1550: Werner von Wallenstein belehnt.die von Wildungen mit einem Sechstel Zehnten zu Klein-Kerstenhausen, 1551 Gottschalk Schmitt mit einem Drittel des Zehnten.

Vor 1692: Gottschalk Schmitt übergibt genannte Zehnten zu Klein-Kerstenhausen einem Homberger Bürger.

Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1464: ecclesia; vgl. Margarethenkirche.
Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Kleinkerstenhausen, Schwalm-Eder-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/4463> (Stand: 8.11.2017)