Historisches Ortslexikon
- Messtischblatt
- 4925 Sontra
- Moderne Karten
- Kartenangebot der Landesvermessung
- Topografische Karten
- KDR 100, TK25 1900 ff.
Bodental
-
Wüstung · 344 m über NN
Gemarkung Nentershausen, Gemeinde Nentershausen, Landkreis Hersfeld-Rotenburg
- Siedlung ↑
-
Ortstyp:
Wüstung
-
Lagebezug:
13 km östlich von Rotenburg an der Fulda
-
Lage und Verkehrslage:
Wüste Siedlungsstelle noch nicht lokalisiert. Die wohl zum Dorf gehörige "Wüste Kirche" befand sich rund 1,8 km westsüdwestlich der Ortsmitte von Nentershausen im oberen Bodental. Auf einem unmittelbar südlich des sogenannten Storzenierpfades (Alter Verbindungsweg zwischen Nentershausen und Solz) gelegenen kleinen Geländevorsprung. Weiter nordöstlich Flurbezeichnung "Im Bodental"
-
Ersterwähnung:
1253
-
Siedlungsentwicklung:
Der Zeitpunkt der Wüstwerdung ist nicht genau zu bestimmen, vermutlich aber noch im 15. Jahrhundert.
-
Vorbemerkung Historische Namensformen:
Nicht zu verwechseln mit dem Steigerhaus Bodenthal im Kupfergrund zwischen Solz und Iba
-
Historische Namensformen:
- Butental (1253) [HStAM Best. Urk. 57 Nr. 442]
- Butental, in (1332) [HStAM Best. Urk. 102 Nr. 6]
- Bodentayl (1363) [HStAM Best. Urk. 102 Nr. 33]
- Bodental (1428) [Wetterau, Gericht Tannenberg, Anhang 1 S. 2, 1.3]
- Bodentaile (1485) [Wetterau, Gericht Tannenberg, Anhang 1 S. 3, 1.5]
- Bodentail (1521) [Wetterau, Gericht Tannenberg, Anhang 1 S. 3-4, 1.6]
- Bodenthale (1606) [Wetterau, Gericht Tannenberg, Anhang 1 S. 4-5, 1.7]
- Budenthal (1708/10) [Geländebezeichnung Schleenstein, Landesaufnahme, Karte Nr. 14]
-
Bezeichnung der Siedlung:
- villa (1332)
-
Koordinaten:
Gauß-Krüger: 3564070, 5652760
UTM: 32 U 563970 5650938
WGS84: 51.006455° N, 9.911789° O OpenLayers - Statistik ↑
-
Ortskennziffer:
63201304013
- Verfassung ↑
-
Altkreis:
Rotenburg
-
Gericht:
- Um 1600: Gericht Tannenberg
-
Herrschaft:
Die Brüder Reinhart und Bode von Boyneburg bekennen 1253, dass der Propst Rengerus (zu Kreuzberg) mit Zustimmung des Lüzelin von Boyneburg, von dem dieselbe zu Lehen geht, die Vogtei in Bodental von dem Bürger Stephan aus Rotenburg für 10 Mark gekauft hat, jedoch einige andere von Boyneburg Ansprüche darauf geltend gemacht haben, welche nun von dem Propst Heinrich von Boyneburg beigelegt worden sind. 1332 vertauschen Propst Johannes, Äbtissin Elisabeth und Konvent des Klosters in Kreuzberg ihre Güter in Butental mit Bewilligung des Abts Ludwig von Hersfeld an Ritter Ludwig von Baumbach für dessen Besitzungen in Ychenhusen. Locze von Baumbach verpfändet 1363 an die Brüder Henrich Hans und Andrewes Bernicken das Gut Bodental mit allem Zubehör für 60 Mark Rotenburger Währung für 8 Jahre.
Seit 1428 und noch um 1600 unter den hersfeldischen Lehen der von Baumbach genannt und zum Gericht Tannenberg gerechnet. Lehensurkunden bzw. -reverse an die von Baumbach 1428, 1485, 1521, 1606.
- Kirche und Religion ↑
-
Ortskirchen:
- Im Bereich der Flur "Wüste Kirche" wurde ein Kirchenbau auch archäologisch nachgewiesen
- Nachweise ↑
-
Literatur:
- Wetterau, Gericht Tannenberg, S. 44-45
- Deist, Siedlungen der Bergbaulandschaften, S. 130
- Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 54,
- Fundberichte aus Hessen, 31. Jahrgang, 1991 (2), S. 490 (Klaus Sippel),
- Zitierweise ↑
- „Bodental, Landkreis Hersfeld-Rotenburg“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/3760> (Stand: 21.8.2025)

