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Hessische Biografie
Weitere Informationen
GND-Nummer
118622005
Thiersch, Friedrich Ritter von [ID = 18753]
- * 18.4.1852 Marburg, † 23.12.1921 München
Prof. Dr. phil. h.c. – Architekt, Zeichner, Maler - Wirken ↑
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Werdegang:
- Besuch des Gymnasiums in München
- 1868-1873 Architekturstudium an der Technischen Hochschule Stuttgart
- 1874-1877 Anstellung im Architekturbüro Mylius & Bluntschli, Frankfurt am Main
- 1877 Studienreise nach Italien, Griechenland und England
- 1878-1879 eigenes Architekturbüro in Frankfurt am Main
- 1879 Beteiligung an der Ausmalung des im Bau befindlichen neuen Opernhauses in Frankfurt am Main
- 1879 Ausgestaltung des Festsaals im Gesellschaftshaus des Palmengartens
- ab 1879 Professor für Baukunst am Polytechnikum bzw. der Technischen Hochschule in München
- 1880 beteiligt am Wettbewerb für den Frankfurter Hauptbahnhof
- 1881 in Pergamon
- 1884/85 Reise nach Ägypten und Palästina
- 1897 Adelsstand
- 1917 Ehrendoktorwürde der Technischen Hochschule Wien
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Werke:
- Frankfurt/Main, Gesellschaftshaus im Palmengarten, Wandabwicklung, Deckenabwicklung, TU München, 1879
- München, Justizpalast, 1891-1897
- Frankfurt/Main, Messehalle auf dem Messegelände 1906-1909
- Wiesbaden, Kurhaus Entwurf 1898, erbaut 1905-1907
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Lebensorte:
- Marburg; Stuttgart; Frankfurt am Main; München
- Familie ↑
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Vater:
Thiersch, Heinrich* Wilhelm Josias, * München 5.11.1817, † Basel 3.12.1885, Theologe, Professor
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Mutter:
Zeller, Maria Bertha, † 1868, Heirat 1840, aus Beuggen bei Säckingen
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Partner:
- Eibler, Auguste, (⚭ 1886) aus Lindau
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Verwandte:
- Thiersch, August <Bruder>, GND, 1843-1917, Architekt und Hochschullehrer
- Thiersch, Marie <Tochter>, * München, † Wiesbaden 16.1.1914, Lehrschwester, ledig
- Nachweise ↑
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Quellen:
- HStAM Bestand 925 Nr. 2780 (Wiesbaden, Sterbenebenregister, 1914, Nr. 80)
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Literatur:
- Neue deutsche Biographie, Bd. 26, Berlin 2017, S. 138-140 (Sibylle Appuhn-Radtke/Paul Thiersch)
- Saur, Allgemeines Künstler-Lexikon. Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker. Erarbeitet, redigiert und hrsg. von Günter Meißner u. a. Bd. 108, 2020, S. 512
- Wiesbaden. Das Stadtlexikon, hrsg. vom Magistrat der Landeshauptstadt Wiesbaden, Darmstadt 2017, S. 898 f. (Wolfgang Jung)
- Johann-Georg Fuchs, Friedrich von Thiersch. Ein Münchner Maler und Zeichner 1852–1921. Dargestellt anhand seiner Briefe und Reiseberichte, Plaidt 2012
- Frankfurter Biographie, Bd. 2, Frankfurt am Main 1996, S. 469 f. (Reinhard Frost)
- Renkhoff, Nassauische Biographie, 2. Aufl., Wiesbaden 1992, S. 808, Nr. 4418
- Horst Karl Marschall, Friedrich von Thiersch. Ein Münchner Architekt des Späthistorismus - 1852 - 1921 München 1982
- Winfried Nerdinger, Friedrich von Thiersch. Ein Münchner Architekt des Späthistorismus 1852 - 1921, Ausst.kat. München 1977
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Bildquelle:
Martin Kraft, Friedrich von Thiersch, CC BY-SA 3.0 (Ausschnitt)
- Zitierweise ↑
- „Thiersch, Friedrich Ritter von“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/118622005> (Stand: 18.4.2026)
