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Hessische Biografie
Weitere Informationen
GND-Nummer
117768146
Becher, Hellmuth [ID = 15765]
- * 30.4.1896 Remscheid, † 12.7.1976 Münster (Westfalen)
Prof. Dr. med.; Dr. phil. – Anatom, Professor - Wirken ↑
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Werdegang:
- 1902-1914 Besuch des Realgymnasiums Remscheid, dort Kriegsabitur
- 1914-1920 Studium der Zoologie und Medizin an den Universitäten Münster, Bonn, München und Gießen
- 29.9.1917 Promotion zum Dr. phil. im Fach Zoologie an der Universität Münster
- 1920 Verleihung des Preises der Osaun-Beulwitz-Stiftung der Medizinischen Fakultät der Universität Gießen
- 19.5.1920 Medizinisches Staatsexamen
- 15.5.1920-31.3.1927 Tätigkeit als Wissenschaftlicher Assistent und Prosektor am Anatomischen Institut der Universität Münster
- 28.11.1921 Promotion zum Dr. med. an der Universität Gießen
- 2.11.1922 Venia Legendi im Fach Anatomie an der Universität Münster
- 1.4.1927 Ernennung zum außerordentlichen Professor für Anatomie an der Universität Gießen
- 1933 Eintritt in den NS-Lehrerbund und in das Nationalsozialistische Kraftfahrerkorps
- 13.7.1933 Eintritt in die SA, später Aufstieg zum Obersturmführer
- 1.10.1933 Ernennung zum ordentlichen Professor ebendort
- 1935 Mitglied des NS-Ärztebundes
- 1.4.1936 Ernennung zum ordentlichen Professor für Anatomie und Direktor des Anatomischen Instituts der Universität Marburg
- 1937 Eintritt in die NSDAP (Mitgliedsnr. 5.160.286)
- 1938 Mitglied des NS-Dozentenbundes
- 1.1.1941 Ernennung zum ordentlichen Professor und Direktor des Anatomischen Instituts der Universität Münster
- 1945 Verhaftung durch die britische Militärregierung und Entbindung von der Lehrtätigkeit
- 1947 Klassifizierung als „Mitläufer“ im Entnazifizierungsverfahren
- 1949 Klassifizierung als „entlastet“ im Entnazifizierungsverfahren
- ab August 1949 Wiederaufnahme der Lehrtätigkeit an der Universität Münster
- 15.10.1964 Emeritierung
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Funktion:
- Gießen, Universität, Medizinische Fakultät, Dekan, 1933-1934
- Marburg, Universität, Medizinische Fakultät, Prodekan, 1937
- Marburg, Universität, Medizinische Fakultät, Dekan, 1937-1939
- Marburg, Universität, Prorektor, 1939-1940
- Münster, Universität, Medizinische Fakultät, Dekan, 1941-1945
- Münster, Universität, Rektor, 1955-1956
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Studium:
- 1914-1920 Studium der Zoologie und Medizin an den Universitäten Münster, Bonn, München und Gießen
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Akademische Qualifikation:
- 29.9.1917 Promotion zum Dr. phil. im Fach Zoologie an der Universität Münster
- 28.11.1921 Promotion zum Dr. med. an der Universität Gießen
- 2.11.1922 Habilitation im Fach Anatomie an der Universität Münster
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Akademische Vita:
- Gießen, Universität / Medizinische Fakultät / Anatomie / außerordentlicher Professor / 1927-1933
- Gießen, Universität / Medizinische Fakultät / Anatomie / ordentlicher Professor / 1933-1936
- Marburg, Universität / Medizinische Fakultät / Anatomie / ordentlicher Professor / 1936-1941
- Münster, Universität / Medizinische Fakultät / Anatomie / ordentlicher Professor / 1941-1945
- Münster, Universität / Medizinische Fakultät / Anatomie / ordentlicher Professor / 1949-1965
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Akademische Ämter:
- 1933-1934 Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Gießen
- 1937 Prodekan der Medizinischen Fakultät der Universität Marburg
- 1937-1937 Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Marburg
- 1939-1940 Prorektor der Universität Marburg
- 1941-1945 Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Münster
- 1955-1956 Rektor der Universität Münster
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Mitgliedschaften:
- 1953-1957 Vorsitzender der Deutschen Anatomischen Gesellschaft
- ab 5.4.1968 Ehrenmitglied der Anatomischen Gesellschaft
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Werke:
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Lebensorte:
- Remscheid; Gießen; Marburg; Münster (Westfalen); Bonn; München
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Statusgruppe:
Wissenschaftler/in
- Familie ↑
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Vater:
Becher, Ernst, Lehrer
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Mutter:
Küpper, Hulda
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Partner:
- Padberg, Vera, Heirat 1951
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Verwandte:
- Becher, Erich <Bruder>, 1.9.1882-5.1.1929, Philosoph und Psychologe
- Becher, Ernst Siegfried <Bruder>, 2.7.1884-1.4.1926, Naturwissenschaftler
- Nachweise ↑
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Quellen:
- BArch R 4901/13258
- UniA MR 305a Nr. 3454
- UniA MR 307c Nr. 5029
- UniA MR 307c Nr. 5214
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Literatur:
- Gerhard Aumüller u. a. (Hrsg.), Die Marburger Medizinische Fakultät im „Dritten Reich“, München 2001, S. 717
- Kornelia Grundmann, Gerhard Aumüller, Anatomen in der NS-Zeit — Parteigenossen oder Karteigenossen? Das Marburger Anatomische Institut im Dritten Reich, in: Medizinhistorisches Journal 31.1996, S. 322–357
- Auerbach, Catalogus professorum academiae Marburgensis 2, Von 1911 bis 1971, Marburg 1979, S. 189
- Stockhorst, Fünftausend Köpfe. Wer war was im Dritten Reich?, Velbert/Kettwig 1967, S. 46
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Bildquelle:
Universitätsarchiv Marburg, Bildersammlung
- Zitierweise ↑
- „Becher, Hellmuth“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/117768146> (Stand: 12.7.2026)
