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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 18. Witzenhausen

Carmshausen

Wüstung · 187 m über NN
Gemarkung Witzenhausen, Gemeinde Witzenhausen, Werra-Meißner-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Wüstung

Lagebezug:

3 km südlich von Witzenhausen gelegen

Lage und Verkehrslage:

An der Gelster, westlich der B 451 gegenüber der jüngeren gleichnamigen Gehöftgruppe, Flurbezeichnung Im Karmeshausen

Ersterwähnung:

1236

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

  • 1374: Dorf und Vorwerk
  • Kurz nach 1376: villa
  • 1420 und noch 1559: Wüstung
  • 1571: Dorf und Wüstung
  • 1573: Wüstung
  • 1613: Meiergut

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3559243, 5686779
UTM: 32 U 559405 5684719
WGS84: 51.310674° N, 9.85231° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

63601616002

Flächennutzungsstatistik:

  • 1569: 420 Acker Gehölz, 23 Acker Wiesen, 72 Acker Land
  • Ging später in der Gemarkung Witzenhausen auf
Verfassung

Altkreis:

Witzenhausen

Gericht:

  • 1575/85: Gericht von Berge

Herrschaft:

1354: Landgraf hat 3 1/2 Hufen zu Carmshausen dem Knappen Berthold Spanseil für 30 Mark Silber versetzt

1371: Die von Hundelshausen haben hessisches Burglehen zu Carmshausen

1374: Landgraf hat Dorf und Vorwerk Carmshausen an die von Bischoffshausen versetzt

um 1376 hat der Allendorfer Bürger Burckhard Ruland ein halbes Lehen in Carmshausen inne.

1540: Berthold von Bischoffshausen versetzt eine halbe Wiese zu Carmshausen

1559: Landgraf Philipp kündigt denen von Bischoffshausen die Pfandverschreibung der Wüstung Carmshausen

1571: Landgraf Wilhelm versetzt dem Berthold von Bischoffshausen Dorf und Vorwerk Carmshausen

1573: Einlösung durch den Landgraf

1559 - 1589 kommt es zu Streitigkeiten zwischen v. Bischoffshausen und v. Berge über strittige Dienste und Lehen zu Carmshausen.

1575/85 sind die vom Berge im Besitz von Gericht und Bede an vier Huben zu Carmshausen

1614: Die vom Berge mit 1/4 Carmshausen zu Mannlehen durch Landgraf Moritz belehnt

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1469: Das Wilhelmitenkloster Witzenhausen erwirbt Zins zu Carmshausen

Zehntverhältnisse:

1236: Erzbischof Siegfried III. von Mainz überträgt dem Kloster Marienfeld (Landkreis Gütersloh) den Zehnten zu Carmshausen, den es von Theoder von Rusteberg und Heidenreich von Hanstein erkaufte

Ortsadel:

Berthold Spanseil, Knappe, bekundet, dass er die ihm verpfändeten dreieinhalb Hufen in Carmshausen dem Landgrafen Heinrich von Hessen einräumen wird, sobald dieser die Schuld von 30 Mark Silber beglichen hat.

Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1420 und 1469 Kirche genannt

Patronat:

Stadtkirche Witzenhausen hatte Zehnten zu Carmshausen inne.

1613: Meiergut Carmshausen zahlt zum Pfarrer von Hundelshausen.

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Carmshausen, Werra-Meißner-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/5489> (Stand: 27.3.2026)