Hessische Biografie
Weitere Informationen
GND-Nummer
1393318460
Gleimenhain, Eckhard von [ID = 20265]
- belegt 14.9.1408–25.2.1425
Truppenangehöriger, Amtmann - Biografischer Text
-
Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Vergleicht sich 1408 September 14 mit Landgraf Hermann II. wegen aller Schäden und Verluste durch Gefangenschaft, Pferde- und Harnischeinbußen, die er und seine Knechte im landgräflichen Dienst während des Mainzer Krieges erlitten haben, auf einen Schadensersatz von 165 fl.1, quittiert 1415 Juni 24 Landgraf Ludwig I. über die 70 fl., die ihm Hans von Baumbach schuldig war2, leiht 1418 Mai 4 zusammen mit seinem Bruder Dietmar3 Landgraf Ludwig einen Betrag von 200 fl. gegen eine Rente von 20 fl. von der Stadt Marburg4 und wird am gleichen Tage vom Landgrafen auf 4 Jahre zum Amtmann der landgräflichen Hälfte des Schlosses Bürgeln bestellt, soll dort wohnen, das Schloß bewachen und bewahren, die dortigen Untertanen schützen und schirmen und die daselbst fälligen Einkünfte für sich gebrauchen. Er muß sich reisig halten und bekommt, wenn er dem Landgrafen oder dessen Amtleuten Folge leistet, Futter und Brot wie die anderen Mannen, die dem Landgrafen dienen5. 1425 Februar 25 löst Eckhard Riedesel, Landvogt an der Lahn, diese 200 fl. von den Brüdern ein und erhält nunmehr an deren Stelle die 20 fl. Rente von der Stadt Marburg6.
- Urkk., Quittungen. – Auch Hans von Baumbach diente Landgraf Hermann seit 1401 im Mainzer Kriege (Küch, Landgraf Hermann II. in ZHG 29, 1894 S. 103). ↑
- Ebd. ↑
- Siehe dort. ↑
- Urkk., Passiv-Schuldverschreibungen: von Gleimenhain. – Kopiar 4 Nrr. 228, 229. ↑
- Kopiar 4 Nr. 231. ↑
- Küch, Marburger Rechtsquellen I S. 458. ↑
- Literatur
-
- Demandt, Der Personenstaat der Landgrafschaft Hessen im Mittelalter. Ein „Staatshandbuch“ Hessens vom Ende des 12. bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts, Teil 1, Marburg 1981, S. 252, Nr. 850
- Küch, Quellen zur Rechtsgeschichte der Stadt Marburg, Bd. 1, Marburg 1918
- Küch, Beiträge zur Geschichte des Landgrafen Hermann II. von Hessen, in: Zeitschrift des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde 29 (1894), S. 1-216
