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Hessische Biografie
Weitere Informationen
GND-Nummer
118538691
Gerlach, Hellmut von [ID = 19855]
- * 2.2.1866 Mönchmotschelnitz (Kreis Wohlau/Schlesien), † 1.8.1935 Paris, evangelisch
Publizist, Parlamentarier - Andere Namen ↑
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Weitere Namen:
- Gerlach, Helmut von
- Wirken ↑
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Werdegang:
- Besuch des Gymnasiums in Wohlau (heute Wołów/Polen)
- Studium der Rechtswissenschaften an den Universitäten Genf, Straßburg, Leipzig und in Berlin
- Gerichtsreferendar in Lübben und Berlin
- Regierungsreferendar in Schleswig und Magdeburg
- Regierungsassessor in Ratzeburg
- 1892 Abschied aus dem Staatsdienst auf eigenen Wunsch, danach als Journalist tätig
- ab 1893 Redakteur und Schriftsteller
- Verleger der Hessischen Landeszeitung in Marburg
- Chefredakteur der Berliner Zeitung
- wohnhaft in Berlin
- 1896 Mitbegründer des Nationalsozialen Vereins
- 1898 erfolglose Kandidatur für den Deutschen Reichstag im Wahlkreis Kassel 5: Marburg, Frankenberg, Kirchhain (Nationalsoziale Partei)
- ab 1905 Herausgeber der Welt am Montag
- Juni 1903-Januar 1907 Mitglied des Deutschen Reichstages für den Wahlkreis Kassel 5: Marburg, Frankenberg, Kirchhain (Nationalsoziale Partei, Hospitant der Freisinnigen Vereinigung)
- 1907 Übersiedlung nach Berlin
- später Mitbegründer und Vorsitzender der Deutschen Friedensgesellschaft und der Liga für Menschenrechte
- 1918/19 Unterstaatssekretär im preußischen Innenministerium
- nach 1918 als Journalist im Kampf gegen politische Umsturzversuche rechtsradikaler Kreise, entging 1920 nur knapp einem Anschlag
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Funktion:
- Deutschland, Reichstag, Mitglied, 1903-1907
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Lebensorte:
- Wohlau; Genf; Straßburg; Leipzig; Berlin
- Familie ↑
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Vater:
Gerlach, Max von, 1832–1909, Gutsbesitzer, Sohn des Karl von Gerlach, GND, preußischer. Adel 1840, 1792–1863, Polizeipräsident von Berlin, dann Regierungspräsident in Köln und Erfurt, und der Pauline Lütcke
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Mutter:
Peyer, Welly, 1837–1899
- Nachweise ↑
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Literatur:
- Neue deutsche Biographie, Bd. 6, Berlin 1964, S. 301 f. (Adrien Robinet de Cléry)
- Wiesbaden. Das Stadtlexikon, hrsg. vom Magistrat der Landeshauptstadt Wiesbaden, Darmstadt 2017, S. 296 (Brigitte Streich)
- Haunfelder, Die liberalen Abgeordneten des Deutschen Reichstags 1871–1918. Ein biographisches Handbuch, Münster 2004, S. 153 f.
- Klein, Die Hessen als Reichstagswähler, Bd. 1, Marburg 1989, S. 300, 305, 311, 316, 1037
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Bildquelle:
Unknown authorUnknown author, Helmut von Gerlach, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons (beschnitten)
- Zitierweise ↑
- „Gerlach, Hellmut von“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/118538691> (Stand: 2.2.2026)
