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Hessische Biografie
Weitere Informationen
GND-Nummer
11852142X
Cohn, Ernst Joseph [ID = 4747]
- * 7.8.1904 Breslau heute Wrocław (Polen), † 1.1.1976 London, jüdisch
Prof. Dr. jur.; Dr. jur. h.c.; Ph. D.; LL. D. – Jurist, Gerichtsassessor, Professor - Wirken ↑
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Werdegang:
- 1922 Reifeprüfung am Johannesgymnasium Breslau
- Studium der Rechtswissenschaften an den Universitäten Leipzig, Breslau und Freiburg im Breisgau
- 1925 erste juristische Staatsprüfung, 1929 zweite juristische Staatsprüfung in Breslau
- 1925-1929 Rechtsreferendar in Breslau
- 1927 Promotion („summa cum laude“) bei Eberhard Friedrich Bruck über ein Thema zu den rechtlichen Effekten von Erklärungen eines Empfangs-Boten
- Gerichtsassessor
- 1929 Privatdozent an der Universität Frankfurt am Main
- Wintersemester 1930/31 und Sommersemester 1931 Lehrstuhlvertretung an der Universität Kiel
- 1931 Erweiterung der Lehrbefugnis auf Zivilprozessrecht und Konkursrecht
- 1932 ordentlicher Professor für Bürgerliches Recht an der Universität Breslau
- 1933 Entzug der Lehrbefugnis
- 1933 Emigration in die Schweiz, 1937 nach Großbritannien
- 1937-1939 Dozent in London
- 1941-1946 Soldat der britischen Armee
- 1945 Ph. D. an der Universität London
- 1947/48 Extension Lecturer an der Universität London
- Ende 1947 Gastvorlesungen zu englischem Recht an der Universität zu Köln
- ab 1950 Rechtsanwalt in London
- 1957-1976 Honorarprofessor für englisches Privat- und Prozessrecht an der Universität Frankfurt am Main (als emeritierter ordentlicher Professor der Universität Breslau)
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Netzwerk:
- Bruck, Eberhard Friedrich <Lehrer>, GND, 1877-1960
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Werke:
- Die angrenzenden Rechte im englischen Recht. Berlin ; Frankfurt a.M. : Vahlen, 1963.
- Richter, Staat und Gesellschaft in England. Vortrag, gehalten vor d. Juristischen Studiengesellschaft in Karlsruhe am 16. Mai 1958. Karlsruhe : C. F. Müller, 1958.
- Der englische Gerichtstag. Köln ; Opladen : Westdt. Verl., 1956.
- Deutsches Vermögen in Grossbritannien. Eine Gesamtübersicht. / E. J. Cohn. Übers. von Gisela Raspe. Mit e. Vorw. von Louis Lange, Düsseldorf 1951
- Das Reich des Anwalts. Anwaltsberuf und Anwaltsstand in England (1949)
- Der Empfangsbote (Diss. jur. 1927)
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Lebensorte:
- Leipzig; Breslau; Freiburg im Breisgau; Frankfurt am Main
- Familie ↑
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Vater:
Cohn, Max, geboren Reisen/Posen 1871, gestorben Großbritannien 1949, jüdisch, Kaufmann, Mitglied der DDP bzw. DStP, 1938 Emigration nach Großbritannien
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Mutter:
Ruß, Charlotte, geboren Glogau/Schlesien 1870, gestorben Großbritannien 1944, jüdisch
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Partner:
- Rosenbaum, Marianne, * Breslau 1914, jüdisch, geschieden 1948
- Meyer Haag, Helen Herta, * Hamburg 1906, gestorben London 1967, jüdisch
- Jaffe, Rita Hanna, * Memel/Ostpreußen 1909, jüdisch
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Verwandte:
- Cohn, Henry Jacob <Sohn>, geboren London, Senior Lecturer in europäischer Geschichte an der Universität Warwick
- Nachweise ↑
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Literatur:
- Heuer/Wolf (Hrsg.), Die Juden der Frankfurter Universität, Frankfurt am Main/New York 1997, S. 60-62
- Liber amicorum Ernst J. Cohn. Festschrift für Ernst J. Cohn / hrsg. von A. G. Chloros ; K. H. Neumeyer, Heidelberg 1975
- Zitierweise ↑
- „Cohn, Ernst Joseph“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/11852142X> (Stand: 10.2.2025)
