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Hessische Biografie

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Portrait

Klaus Erich Boerner
(1915–1943?)

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Boerner, Klaus Erich [ID = 9610]

* 6.5.1915 Erfurt, † 1943? Sowjetunion
Schriftsteller, Buchhändler, Soldat
Andere Namen | Wirken | Familie | Nachweise | Leben | Zitierweise
Andere Namen

Weitere Namen:

  • Boerner, Klaus E.
  • Boerner, Klaus-Erich

Pseudonym(e):

Wiesner, Thomas, (Ich-Erzähler in der biographisch inspirierten Novelle „Ursula“).

Wirken

Werdegang:

  • höhere Schulbildung zunächst am Gymnasium seiner Heimatstadt Erfurt
  • Wechsel an das Gymnasium von Rinteln an der Weser
  • spätestens 1933 letzter Wechsel an die „Alte Klosterschule“ im osthessischen Hersfeld, heute Bad Hersfeld
  • Als Hersfelder Primaner erlebte er eine Jugendliebe mit Luscha Werner und wurde vom Studienrat Dr. Waldemar Fischer in seinen schriftstellerischen Ansätzen gefördert
  • Ostern 1934 Reifeprüfung am Hersfelder Gymnasium
  • Danach nahm Boerner Abstand vom angestrebten Germanistikstudium und bewegte Luscha Werner dazu, mit ihm nach Leipzig auf die Buchhändlerakademie zu gehen
  • Herbst 1934-Frühjahr 1937: Lehre beim Verlag Köhler & Amelang in Leipzig; dort Trennung von der weit lebenslustigeren Luscha Werner
  • 1937 nach vollendeter Lehre erhielt Boerner bei seinem Verlag ein Lektorat
  • Herbst 1937: Boerner begann seinen Militärdienst beim Infanterie-Regiment 71 in Erfurt.
  • frühestens Mai 1940:Einsatz bei den Truppen in Frankreich
  • frühestens Juni 1941 Einsatz beim Feldzug gegen die Sowjetunion
  • 1942 zuletzt führten ihn die Kampfhandlungen nach Stalingrad an die Wolga
  • 25.12.1942: Boerner verbrachte Weihnachten im eingekesselten Stalingrad.
  • 31.1.1943: Boerner geriet in Stalingrad in sowjetische Kriegsgefangenschaft. Seitdem wird er vermisst.
  • sein Todesjahr ist unbekannt, doch wird oft bereits 1943 angegeben
  • 1.8.1950: offizielle Todeserklärung vom Amtsgericht seiner Heimatstadt Erfurt

Netzwerk:

  • Fischer, Waldemar <Lehrer>

Werke:

  • Ursula (1933/34)
  • Das Septemberbüchlein (1935)
  • Ursula und der Heiligenbrunnen (1936)
  • Gefährtin meines Sommers (1938)
  • Das unwandelbare Herz (1939)
  • Von der dichterischen Welt (1941)
  • Die Wiesenorgel (1942)

Lebensorte:

  • Erfurt; Rinteln; Hersfeld; Leipzig; Stalingrad
Familie

Vater:

Boerner, N.N., Arzt

Partner:

  • Werner, Luscha, Jugendliebe, Freundin Boerners seit etwa 1933, Trennung vor 1937 in Leipzig, Tochter eines Hersfelder Offiziers, 1937 Kennenlernen ihres späteren Mannes (Brauereidirektor) und Umzug in dessen Heimat Gießen, 1951 bereits vier Kinder
  • Poittner, Liselotte, Verlobte, Verlobung nach Trennung von Luscha Werner, Heirat durch frühen Tod Boerners unterbunden
Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Boerner, Klaus Erich“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/116224967> (Stand: 12.10.2025)