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Hessische Biografie
Weitere Informationen
GND-Nummer
135754488
Eibach, Ludwig Wilhelm [ID = 18264]
- * 23.12.1810 Diez an der Lahn, † 6.12.1868 Wiesbaden, evangelisch-lutherisch
Theologe, Pfarrer, Dekan, Kirchenrat, Konsistorialrat - Wirken ↑
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Werdegang:
- Gymnasium Elberfeld (heute Wuppertal), dessen Direktor sein Pate Ludwig Seelbach war, und Weilburg
- 1828 Studium der Theologie an der Universität Bonn
- 1830 Theologisches Seminar Herborn
- 1831-1835 unterrichtet er bei seinem Vater am Gymnasium in Weilburg
- 1835 erster protestantischer Geistlicher im Rheingau mit Sitz in Erbach
- 1838 Pfarrer in Wehrheim
- 1840 zweiter Pfarrer in Idstein
- 1844-1868 Pfarrer in Wiesbaden
- 1851-1856 auch Schulinspektor in Wiesbaden
- 1856-1868 Dekan
- 1860 Hz. Nassau. Kirchenrat
- 1862-1866 Mitglied der evangelisch-theologischen Prüfungskommission
- 1866 Kgl. Preuß. Konsistorialrat
- Erzieher der Kinder des Herzogspaares
- nach 1848 Gründer des „Vereins für die evangelische Kirche in Nassau“ und damit Gründer der „Inneren Mission“ in Nassau
- 1857 Mitbegründer des Paulinenstifts in Wiesbaden
- entwarf nach der Annexion durch Preußen eine neue Kirchen- und Synodalordnung
- wohnte in Wiesbaden, Luisenstraße 1
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Werke:
- Trost und Ermahnung in bezug auf den Beifall, den in unserer Zeit die Predigt des Unglaubens findet, 1847
- Predigt 2. Timotheus 4, 2-3, 1847
- Zur Erinnerung an Christian Friedrich Spieß, 1848
- Kann ein rechtschaffener Christ in der Nassauischen Evangelischen Landeskirche bleiben?, 1850
- Predigt über 1. Petri 1, 24 zum Gedächtnis von Dr. Schulz, 1856
- Der Reform-Verein und die evangelischen Geistlichen in Nassau. Sendschreiben an die Herren der „Neuen Wiesbadener Zeitung“ (1864)
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Lebensorte:
- Elberfeld; Weilburg; Bonn; Herborn; Erbach (Rheingau); Wehrheim; Idstein; Wiesbaden
- Familie ↑
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Vater:
Eibach, Johann Wilhelm*, * Niederdresselndorf 8.8.1782, † Diez an der Lahn 5.5.1846, Magister, Lehrer in Diez, Schulgründer
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Mutter:
Fries, Christiane Philippine Susanne, 1776-1850, Heirat Diez an der Lahn 12.1.1808, Schulgründerin
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Partner:
- Vogel, Ida Kunigunde, (⚭ Kirberg 14.2.1837) * Liebenscheid, Amt Marienberg, 25.11.1814, † Wiesbaden 28.7.1875, Tochter des Christian Daniel Vogel, 1789-1852, Dekan, Johannette Wilhelmine Schnabelius, 1795-1866
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Verwandte:
- Eibach, Berthold Ludwig Wilhelm, * Kirberg, † Büdingen 4.9.1910, 70 Jahre alt, Oberschiffsbau-Ingenieur in Pension, verheiratet mit Marie Elisabeth Wohlleben
- Eibach, Friedrich Wilhelm Rudolf* <Sohn>, 1841-1923, Pfarrer, Dekan, Konsistorialrat
- Eibach, Hermann <Sohn>, 1843-1908, geht nach USA
- Eibach, Hedwig <Tochter>, * Wiesbaden 1845, † Dotzheim 2.5.1919, 74 Jahre alt, ledig
- Eibach-Will, Auguste <Tochter>, * Wiesbaden 1846, † Wiesbaden 22.1.1913, 66 Jahre alt, ledig
- Eibach, Emilie <Tochter>, 1847-1930
- Eibach, Bertha <Tochter>, 1849-1861
- Klein, Natalie, geb. Eibach <Tochter>, 1851-1928, verheiratet Wiesbaden 3.9.1872 mit Georg Klein
- Rhades, Luise Antonie Ida*, geb. Eibach <Tochter>, * Wiesbaden 30.1.1854, † 1937, verheiratet Wiesbaden 13.4.1882 mit Ludwig* Adolph Wilhelm Rhades, * Schönhof (Mecklenburg-Strelitz) 29.3.1838, Ökonom
- Konow, Marie, geb. Eibach <Tochter>, 1855-1927, verheiratet 7.6.1901 mit Wilhelm Konow
- Müller, Auguste Louisa Adelheid, geb. Eibach <Tochter>, * Wiesbaden 14.1.1858, † 1935, Lehrerin, verheiratet Niederrad/Wiesbaden 21.12.1881 mit Johann August Hermann* Müller, * Niederlauken (heute Weilrod) 1.2.1834, Oberlehrer
- Nachweise ↑
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Quellen:
- Zentralarchiv der EKHN, Smlg. Hellmuth Gensicke
- Alfred Müller, Vorfahren und Nachkommen des Pfarrers Ludwig Wilhelm Eibach (1810–1868), Herzogl. Nassauischer Kirchenrat, Königl. Preuss. Konsistorialrat / zu Wiesbaden, und seiner Gattin / Ida Kunigunde geb. Vogel, hdschr. Mskr., Frankfurt am Main 1940 (Kopie im Institut für Personengeschichte, Bensheim)
- HStAM Bestand 903 Nr. 9415 (Niederrad und Oberrad, Heiratsregister, 1881, Nr. 37)
- HStAM Bestand 924 Nr. 266 (Büdingen, Sterbenebenregister, 1908–1912, Nr. 41/1910)
- HStAM Bestand 925 Nr. 846 (Dotzheim, Sterbenebenregister, 1919, Nr. 38)
- HStAM Bestand 925 Nr. 2344 (Wiesbaden, Heiratsnebenregister, 1882, Nr. 109)
- HStAM Bestand 925 Nr. 2591 (Wiesbaden, Sterbenebenregister, 1875, Nr. 208)
- HStAM Bestand 925 Nr. 2775 (Wiesbaden, Sterbenebenregister, 1913, Nr. 115)
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Literatur:
- Neue deutsche Biographie, Bd. 4, Berlin 1959, S. 366 f. (August Kortheuer)
- Wiesbaden. Das Stadtlexikon, hrsg. vom Magistrat der Landeshauptstadt Wiesbaden, Darmstadt 2017, S. 201 (Karl Dienst)
- Renkhoff, Nassauische Biographie, 2. Aufl., Wiesbaden 1992, Nr. 915
- Albert Herrmann, Gräber berühmter und im öffentlichen Leben bekanntgewordener Personen auf den Wiesbadener Friedhöfen, Wiesbaden, 1928, S. 138-139
- Zitierweise ↑
- „Eibach, Ludwig Wilhelm“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/135754488> (Stand: 23.12.2025)
