Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
Bitte beachten Sie: LAGIS hat eine neue Adresse: lagis.hessen.de. Für eine Übergangszeit stehen Ihnen ausgewählte Module über die bekannte Oberfläche zur Verfügung. Alle anderen sind über die neue Version des Informationssystems zugänglich. Bestehende Permalinks behalten ihre Gültigkeit und leiten bereits jetzt oder nach Abschluss aller Migrationsarbeiten automatisch auf das neue System um.

Hessische Biografie

Neue Suche
 
Portrait

Hans Niederhöfer
(belegt 1488–1527)

Symbol: Anzeigemodus umschalten Symbol: Anzeigemodus umschalten Symbol: Druckansicht

Weitere Informationen

GND-Nummer

139828887X

Niederhöfer, Hans [ID = 21754]

belegt 1.8.1488–28.5.1527
Knecht, Landknecht, Amtsknecht, Schultheiß
Andere Namen | Wirken | Familie | Nachweise | Leben | Zitierweise
Andere Namen

Weitere Namen:

  • Niederhöfer, Johannes
Wirken

Lebensorte:

  • Marburg
Familie

Vater:

Niederhöfer, Johann, Schöffe und Bürgermeister in Marburg

Verwandte:

  • Schneider, Johann <Schwager>, verheiratet mit N.N., Gertrud
Nachweise

Quellen:

Literatur:

Leben

Biogramm bei Demandt, Personenstaat

Sohn des Marburger Schöffen und Bürgermeisters Johann Niederhöfer1, wird in einem undatierten Beleg des Marburger Kammerschreibers als Knecht des Hofmeisters Hans von Döring bezeichnet2 und quittiert 1488 August 1 dem Kammerschreiber über 16 fl. für ein graues Pferd, das ihm der Hofmeister Hans von Dörnberg im Auftrag Wilhelm III Landgraf Wilhelms III. abgekauft hat3. 1495 Februar 3 nimmt ihn dieser zum Landknecht in Marburg auf Lebenszeit an. Dafür übergibt Hans dem Landgrafen eine Verschreibung über 100 fl. Kapital, das jährlich mit 5 fl. verzinst wird, von Klaus und seiner Frau Else, wohnhaft zu Wieseck (Wißke), vom 14. Februar 1488, die für Hans’ Schwager (swehir und swehirfrauwe) Johann Schneider und seine Frau Gertrud ausgestellt war und solange in Händen des Landgrafen bleiben soll, wie er Niederhöfer des Marburger Landknechtsamtes nicht entsetzt4. Er ist Landknecht des Amtes Marburg noch 1527 Mai 285 und wohl identisch mit dem gleichnamigen und gleichzeitigen hessischen Beamten des Gerichts Bürgeln, der dort unter den Bezeichnungen Amtsknecht, Schultheiß bzw. Grebe von 1496–1514 nachgewiesen ist6.


  1. Ich setze diesen Johannes bzw. Hans Niederhöfer nicht gleich mit Johann Niederhöfer, der von 1485–1502 ununterbrochen in wichtigen städtischen Ämtern und Missionen als Schöffe, Bürgermeister, Vierer, Ungelderheber und Baumeister tätig ist, so daß er daneben kaum eine andere und mindere amtliche Tätigkeit wie die eines viel beanspruchten Landknechtes ausgeübt haben dürfte und kann. Dieser Johannes Niederhöfer verschwindet zudem seit 1502 aus der sehr dichten Marburger Überlieferung, während der junge Niederhöfer erst 1494 heiratet und als Sohn eines Schöffen die übliche Weinspende dazu erhält (vgl. Küch, Marburger Rechtsquellen, Register. Zur Heirat des jungen Niederhöfer siehe ebd. II S. 381).
  2. Rechn. I, Marburg Kammerschreiber (3/1 Bel.).
  3. Rechn. I, Marburg, Kammerschreiber (4/6 Bel.). Das kann sich jedoch auch auf den Vater Johannes Niederhöfer beziehen.
  4. Urkk., Bestallungen. – Die eingebrachten 100 fl. stellen offenbar die Kaution Niederhöfers dar.
  5. Vgl. A. Huyskens, Die ersten Marburger Prädikanten (ZHG 38, 1904) S. 346.
  6. Rechn. I, Marburg (76/4 Bl. 35, 77/1 Bl. 14v., 77/5 Bl. 35v., 78/2 Bl. 41v., 78/3 Bl. 37v., 78/4 Bl. 21, 79/3 Bl. 33, 80/1 Bl. 35). – Vgl. auch H. Diefenbach, Kreis Marburg S. 256.
Zitierweise
„Niederhöfer, Hans“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/139828887X> (Stand: 6.5.2026)